Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat zu Beginn des Jahres 2026 die Einreisebestimmungen für Staatsangehörige aus insgesamt 39 Ländern massiv verschärft. Wie das Nachrichtenportal BBC Travel berichtet, hat diese politische Weichenstellung unmittelbare Auswirkungen auf die globalen Reiseströme und stellt die US-Tourismusbranche sowie internationale Partner vor neue Herausforderungen.
Verschärfte Visa-Regelungen für 39 Nationen
Seit dem 1. Januar 2026 gelten für 19 Länder umfassende Einreiseverbote. Davon betroffen sind unter anderem Afghanistan, Burma, Iran, Syrien und Somalia sowie mehrere afrikanische Staaten, darunter Mali und Niger. Über diese Verbote hinaus wurden für weitere 20 Nationen – darunter Nigeria, Venezuela, Kuba und Vietnam – die Visa-Verfahren für touristische, geschäftliche und akademische Zwecke (Kategorien B, F, M und J) laut BBC-Informationen stark eingeschränkt.
Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die nationale Sicherheit zu stärken und die Überprüfung von Reisenden zu intensivieren. Für die Hotellerie und Gastronomie in den USA bedeutet dies jedoch den Wegfall von Gästegruppen aus Schwellenländern und strategisch wichtigen Märkten.
Rückgang der Besucherzahlen im Jahr 2025
Bereits im Vorfeld der neuen Dekrete verzeichneten die USA im Jahr 2025 einen Rückgang der internationalen Ankünfte um schätzungsweise 6 Prozent. Branchenexperten führen dies im BBC-Bericht auf eine veränderte Wahrnehmung der USA als Reiseziel und die protektionistische Handelspolitik zurück. Zwar wird für das laufende Jahr 2026 ein moderates Wachstum von etwa 4 Prozent prognostiziert, doch bleibt die Gesamtzahl der Besucher hinter den Erwartungen zurück, die vor der Implementierung der neuen Restriktionen bestanden.
Verschiebungen im globalen Wettbewerb
Durch die restriktive Visapolitik der USA zeigen sich erste Verschiebungen im Reiseverhalten. Internationale Touristen orientieren sich zunehmend in Richtung Europa, insbesondere in den Mittelmeerraum, sowie in den asiatisch-pazifischen Raum. Diese Regionen profitieren derzeit von der Umleitung der Reiseströme.
Fachleute weisen in der Analyse darauf hin, dass die USA durch die aktuelle Politik Gefahr laufen, Marktanteile im globalen Tourismusgeschäft langfristig zu verlieren. Die Unsicherheit über künftige Einreisebedingungen erschwert zudem die Planungssicherheit für Reiseveranstalter und die internationale Hotellerie.
Wirtschaftliche Folgen für die Hospitality-Branche
Die US-Hotelbranche stellt sich auf ein Jahr mit gedämpftem Wachstum ein. Während die Binnennachfrage stabil bleibt, fehlt das Umsatzsegment durch internationale Langstreckenreisende, die im Durchschnitt höhere Ausgaben für Unterkunft und Verpflegung tätigen. Zusätzliche Belastungen entstehen durch geopolitische Spannungen in Regionen wie dem Nahen Osten, die laut BBC Auswirkungen auf die Betriebskosten der Luftfahrt und damit indirekt auf die Reisepreise haben.












