2.200 Anträge auf Hotelkostenerstattung nach Stromausfall

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Nach dem großen Stromausfall im Berliner Südwesten haben bisher 2.200 Menschen einen Antrag auf Erstattung ihrer Hotelkosten gestellt. Das sagte der stellvertretende Bezirksbürgermeister von Steglitz-Zehlendorf, Tim Richter (CDU), der Deutschen Presse-Agentur. 18 Beschäftigte des Bezirks seien dabei, die Anträge zu bearbeiten. 

Richter bat um Verständnis, dass es mehrere Wochen dauern kann, bis alle Anträge geprüft seien und das Geld an alle Betroffenen ausgezahlt sei. «Wir gehen bei der Bearbeitung so schnell, so pragmatisch und so unbürokratisch wie möglich vor», versicherte er. 

100.000 Betroffene 

Wegen eines mutmaßlich von Linksextremisten begangenen Brandanschlags auf eine Kabelbrücke am 3. Januar waren 100.000 Menschen in 45.000 Haushalten und mehr als 2.000 Gewerbebetriebe vielfach tagelang ohne Strom. Am 7. Januar war die Stromversorgung wieder für alle hergestellt.

Etliche Menschen verließen ihre kalten Wohnungen oder Häuser, um zeitweise in ein Hotel zu ziehen. Der Senat kündigte während des Stromausfalls an, die Kosten zu übernehmen.

Anträge per Post oder E-Mail möglich 

Eingereicht werden müssen Anträge beim Amt für Soziales des Bezirks Steglitz-Zehlendorf mit der Post (Hanna-Renate-Laurien-Platz 1, 12247 Berlin) oder per E-Mail (stromausfall-kosten@ba-sz.berlin.de). Sie sollten die Hotelrechnung mit Zeitraum der Übernachtung, einen Identitätsnachweis und einen Nachweis der Betroffenheit (z.B. Meldeanschrift oder amtliche Anmeldung) enthalten. Nötig sind auch eine Erklärung, dass keine Versicherung diese Kosten trägt, und eine Bankverbindung.

Richter rechnet damit, dass in den kommenden Tagen noch weitere Anträge ankommen. Es gilt eine Frist bis 31. Januar. (dpa)


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