500 Euro «Aufpreis»: Überraschung in Hotels bei Weltklimakonferenz

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Die Umweltorganisation Germanwatch hat überraschend gestiegene Preise für Hotelzimmer in Scharm el Scheich während der Klimakonferenz kritisiert. Dies sei eine «massive Einschränkung der Teilnahmemöglichkeiten». Teilnehmer seien nach Ankunft teils mit «Aufpreisen» in Höhe von umgerechnet 500 Euro oder mehr pro Nacht überrascht worden, teilte die Germanwatch am Mittwoch mit. Auch die Delegation der Bonner Entwicklungs- und Umweltorganisation sei betroffen. «Ein Großteil der Zivilgesellschaft aus Afrika wird so faktisch ausgeschlossen», hieß es.

Ein Hotelbetreiber sagte der Deutschen Presse-Agentur bereits vor Monaten, Preisuntergrenzen seien von staatlicher Seite für den Zeitraum der Konferenz vorgegeben worden. Die Klima-Nachrichtenseite «Climate Home News» hatte auch aus einem Brief des ägyptischen Hotelverbands zitiert, mit dem ein Mindestpreis von umgerechnet 500 Euro pro Übernachtung in einem Fünf-Sterne-Hotel festgelegt wurde.

Das ist etwa das Fünffache des Normalpreises. Ein Zimmer in einem Zwei-Sterne-Hotel würde bei umgerechnet 120 Euro festgelegt. Die Preise seien «kriminell», twitterte ein Journalist des britischen Fernsehsenders ITV zum Beginn der Konferenz.

Hohe Hotelpreise bei Weltklimakonferenzen sind nicht neu. Von der vergangenen COP26 in Glasgow gab es Berichte über exorbitant hohe Übernachtungskosten in Hotels, die sonst rund 50 Euro pro Nacht kosten. In Ägypten, wo die Meinungsfreiheit extrem beschnitten ist, wird aber auch über eine bewusste Unterdrückung von Teilen der Zivilgesellschaft mit Hilfe der explodierten Hotelkosten spekuliert. (dpa)


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