60.000 Euro Schaden: US-Soldat schläft in Hoteldusche ein

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In der norwegischen Stadt Bergen hat ein Angehöriger der US-Navy einen Sachschaden in Höhe von rund 60.000 Euro in einem Hotel verursacht. Nach Medienberichten schlief der Soldat nach einem Barbesuch in der Dusche seines Hotelzimmers ein und blockierte dabei den Abfluss. In der Folge kam es zu weitreichenden Überschwemmungen im Gebäude, für deren Kosten vorerst die norwegischen Streitkräfte aufkommen müssen.

Umfangreiche Schäden an Hotelzimmern

Wie die norwegische Zeitung VG berichtet, ereignete sich der Vorfall bereits in der Nacht zum 3. August des vergangenen Jahres im Hotel Citybox Danmarksplass. Der betroffene Soldat hatte zuvor in der Hotelbar Alkohol getrunken. Nach dem Betreten seines Zimmers schlief er unter der Dusche direkt über dem Abfluss ein. Zusätzlich zu der physischen Blockade durch den Körper des Mannes sollen laut dem Bericht Speisereste den Wasserablauf weiter verstopft haben.

Das austretende Wasser drang durch die Decken bis in die Hotellobby vor, wo Mitarbeiter es bemerkten. Nach Angaben der finnischen Zeitung Ilta-Sanomat waren die Auswirkungen des Vorfalls erheblich. Insgesamt wurden acht Hotelzimmer, vier Flure, ein Restaurant sowie ein Personalraum beschädigt.

Rechnung über 654.292 Kronen

Die Gesamtkosten für die Instandsetzung belaufen sich laut den vorliegenden Informationen auf exakt 654.292 norwegische Kronen. Umgerechnet entspricht dies einer Summe von etwa 60.000 Euro. Wie die norwegische Marine mitteilt, wurde dieser Betrag bereits beglichen. Die Marine ist in Norwegen für die Regulierung von Schäden zuständig, die durch ausländische Truppen auf nationalem Staatsgebiet verursacht werden.

Die Chefjuristin der Marine, Marianne Bisset Sperre, gab gegenüber den Medien an, dass dem Soldaten ein zu hoher Alkoholkonsum vorzuwerfen sei. Gleichzeitig werde geprüft, inwieweit die Alkoholabgabe in der Hotelbar zur starken Trunkenheit des Gastes beigetragen habe. Eine endgültige Bewertung der Haftungsanteile steht noch aus.

Rechtliche Prüfung im Rahmen des Nato-Abkommens

Die Grundlage für die weitere juristische Aufarbeitung bildet das sogenannte Sofa-Abkommen (Status of Forces Agreement) der Nato. Diese Vereinbarung regelt die rechtliche Stellung von Soldaten in den Bündnisstaaten sowie die Verteilung von Kosten bei Sachschäden gegenüber Dritten. Im vorliegenden Fall wird nun untersucht, ob die norwegische Marine die gezahlte Summe von der US-Navy zurückfordern kann.

Nach den geltenden Bestimmungen wickelt zunächst der Aufnahmestaat, in diesem Fall Norwegen, die Ansprüche nach nationalem Recht ab. In einem zweiten Schritt erfolgt die Klärung der Kostenverteilung zwischen dem Aufnahmestaat und dem Entsendestaat, hier den Vereinigten Staaten von Amerika. Wie die Zeitung VG berichtet, wird der Vorgang in Kürze an das norwegische Verteidigungsministerium übergeben, welches über das weitere Vorgehen entscheiden muss.


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