850.000 Euro Schaden durch "Handtuch-Trick" in Pinzgauer Hotel

| War noch was…? War noch was…?

Am 16. Oktober beginnt am Salzburger Landesgericht ein Gerichtsverfahren, bei dem ein ehemaliger Mitarbeiter eines Pinzgauer Hotels wegen Veruntreuung angeklagt ist. Ihm wird vorgeworfen, über einen Zeitraum von mehreren Jahren rund 850.000 Euro durch das Ausnutzen des Pfandsystems entwendet zu haben.

Systematischer Betrug mit Badetüchern und Trinkgeld

Der Angeklagte, der seit 2018 in dem Hotel mit Wellnessbereich und Badewelt tätig war, soll laut Anklage systematisch Gelder unterschlagen haben. Seine Tätigkeit im Kassenbereich des Bades ermöglichte ihm, das dortige Pfandsystem für Handtücher und Bademäntel zu manipulieren. Die Anklage wirft ihm vor, fiktive Ausleihen von Handtüchern und Bademänteln in das System eingegeben zu haben. Den Pfandbetrag entnahm er direkt aus der Kasse, die zugehörigen Bons soll er entsorgt haben.

Zusätzlich zu den Einnahmen aus dem Pfandsystem soll der Mitarbeiter auch das für sich und seine Kollegen bestimmte Trinkgeld vollständig entnommen haben.

Unregelmäßigkeiten durch Steuerberater aufgedeckt

Die mutmaßliche Veruntreuung wurde erst im Jahr 2022 aufgedeckt, als ein Steuerberater auf finanzielle Unregelmäßigkeiten aufmerksam wurde. Zunächst wurde eine technische Störung vermutet. Erst Videoaufnahmen und die Analyse der Ausleihstatistiken erhärteten den Verdacht gegen den Mitarbeiter. Die Auswertungen der Pfandlisten zeigten, dass an den Arbeitstagen des Angeklagten eine auffällig hohe Zahl an Bademänteln und Handtüchern verliehen wurde, während an seinen freien Tagen kaum bis gar keine Ausleihvorgänge registriert wurden.

Verwendung der mutmaßlich veruntreuten Gelder

Ein Großteil des Geldes soll für die Finanzierung des Lebensstils einer Bekannten verwendet worden sein. Berichten zufolge flossen wöchentlich 1.000 bis 2.000 Euro, zudem wurden ein Auto, die Wohnung sowie Tierarztkosten für sie bezahlt. Der Angeklagte ist bereits zweifach vorbestraft. Bei einer Verurteilung wegen Veruntreuung droht ihm eine Freiheitsstrafe von einem bis zu zehn Jahren. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Im Block-Prozess hat eine mutmaßliche Entführerin aus Israel als Zeugin geschildert, dass ihr Team bei der Rückholaktion an Silvester 2023/24 eine ganz andere Reaktion der Kinder erwartet habe.

Christina Block wusste von der geplanten Rückholaktion ihrer Kinder nach Deutschland - so hat es eine mutmaßliche Entführerin vor Gericht ausgesagt. Sie widerspricht damit der Angeklagten.

Sie soll an der Entführung der Block-Kinder beteiligt gewesen sein und bekam als wichtige Zeugin sicheres Geleit: Die unter den Alias-Namen «Olga» oder «Doris White» bekannte Frau sagt nun weiter aus.

Wiesn-Chef Scharpf stellt klar: Der Kultsong bleibt! Warum «Skandal im Sperrbezirk» für ihn zur Münchner Musikgeschichte gehört – und was das mit alten Verboten zu tun hat.

Jahrelang stritten eine Urlauberin und ein italienisches Luxushotel über (k)ein Glas Leitungswasser zum Abendessen - jetzt hat Italiens oberstes Gericht dem juristischen Zank ein Ende gesetzt.

Die US-Strafverfolgungsbehörden haben Anklage gegen einen Mann erhoben, dem als Kopf einer proiranischen Terrorgruppierung die Beteiligung an dem Angriff auf ein israelisches Restaurant in München im März vorgeworfen wird.

Ihre Befragung wurde im Block-Prozess mit Spannung erwartet: Eine mutmaßliche Entführerin aus Israel, die sich in Hamburg Olga nannte, hat ihre Sicht geschildert. Tränen fließen.

Mehr als 20 Jahre lang liefen die Ermittlungen in einem Mordfall in Ostwestfalen ins Leere. Dann brachte moderne DNA-Technik einen Durchbruch. Für die Richter waren die Beweise eindeutig.

In Hamburg beginnt die mit Spannung erwartete Vernehmung einer wichtigen Zeugin aus Israel – sie soll an der Entführung beteiligt gewesen sein. Vor Gericht erzählt die Frau von der Vorgeschichte.

Nach einem Brand in einem Hotel am Mainzer Hauptbahnhof mussten 43 Menschen das Gebäude verlassen. Drei Personen wurden wegen leichter Rauchgasvergiftungen medizinisch versorgt. Wie lokale Medien berichten, handelt es sich bei dem betroffenen Gebäude um das Hotel Königshof .