Ana Roš Stojan verzichtet auf Reise zur 50-Best-Preisverleihung

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Die slowenische Köchin Ana Roš Stojan kritisiert die zunehmende Bedeutung von Sichtbarkeit im Umfeld von 50 Best. Sie und ihr Team würden nicht zur Preisverleihung nach Lima reisen, kündigt sie in einem Beitrag vom 21. Oktober an. Ihre Ressourcen wolle sie für Gäste, Mitarbeiter, Erzeuger und die tägliche Arbeit im Restaurant einsetzen.

Erfolg innerhalb der Rangliste hänge inzwischen immer stärker davon ab, wie sichtbar ein Restaurant innerhalb des Systems rund um die Auszeichnungen sei, schreibt Roš Stojan. In der Branche würden erhebliche zeitliche und finanzielle Mittel sowie Arbeitsaufwand darauf verwendet, sich in diesem Umfeld zu engagieren. Sie nennt internationale Veranstaltungen, Pressereisen, Abendessen und Kampagnen.

Roš Stojan will ihre Ressourcen für die Restaurantarbeit einsetzen

Werde Sichtbarkeit zur Währung, bestehe das Risiko, dass die Fähigkeit zur Vermarktung eines Restaurants innerhalb dieses Systems ebenso wichtig werde wie die Arbeit im Restaurant selbst. Sie wolle diese Ressourcen lieber dafür verwenden, das Restaurant im täglichen Betrieb zu verbessern. Darin liege der Grund für den Verzicht auf die Reise nach Lima.

Für sie sei dies eine Entscheidung darüber, welche Art von Restaurant sie führen und worauf sie ihre Energie richten wolle. Mit ihrem Schritt verbinde sie keine Bewertung der weiterhin teilnehmenden Köche, Restaurants und Journalisten. Viele von ihnen seien enge Freunde, deren Arbeit sie sehr respektiere. Sie werde sie aus der Ferne feiern.

Die Köchin würdigt ihre langjährige Verbindung zu 50 Best

Roš Stojan beschreibt zugleich ihre positiven Erfahrungen mit 50 Best. Über viele Jahre sei sie stolz darauf gewesen, Teil davon zu sein. Besonders in der Anfangszeit habe sie das Umfeld als lebendige Gemeinschaft und als Würdigung herausragender Leistungen erlebt.

50 Best habe Gäste aus aller Welt in ein kleines Tal in Slowenien gebracht. Auch Freundschaften, die ihr weiterhin viel bedeuteten, seien dadurch entstanden. Für diese Erfahrungen sei sie dankbar.

Roš wurde 2017 von The World’s 50 Best Restaurants als weltbeste Köchin ausgezeichnet. Ihr Restaurant Hiša Franko in Kobarid erhielt 2023 als erstes Restaurant Sloweniens drei Michelin-Sterne.

Roš hatte ursprünglich eine Laufbahn als Diplomatin angestrebt und an der diplomatischen Akademie in Triest studiert. Gemeinsam mit ihrem damaligen Lebensgefährten Valter Kramar habe sie später den Gasthof seiner Eltern, das Hiša Franko, übernommen. Das Kochen habe sie sich selbst beigebracht.

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