Austellung "Lost in Time" von Lucas Console-Verma im The Lanesborough Grill

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The Lanesborough in London kooperiert im Rahmen seines Art Programms, das junge britische Künstler unterstützt, mit dem aufstrebenden Maler Lucas Console-Verma. Dafür wird eine Eröffnungsausstellung im The Lanesborough Grill stattfinden, für die Chefkoch Shay Cooper ein passendes Menü kreiert hat.

Die erste Einzelausstellung von Console-Verma trägt den Namen „Lost in Time“, dafür hat der junge Künstler verlorene Werke von alten Meistern in einer Serie von Ölgemälden neu interpretiert. Er will mit den noch vorhandenen Fragmenten und Bildern die Frage stellen: Wo sind die verlorenen Gemälde der Geschichte?

Zweifellos befinden sich einige in öffentlichen Galerien oder privaten Sammlungen, versteckt in Safes oder Bankschließfächern, verborgen vor den Augen der Öffentlichkeit. Andere liegen still in Restaurierungslaboren und warten darauf, repariert oder rekonstruiert zu werden. Viele sind jedoch im Laufe der Zeit verloren gegangen, sei es aufgrund von Degradation, Vernachlässigung, Diebstählen oder Verlusten auf dem Transportweg von einer Galerie oder Sammlung zur nächsten.

Aber wo existieren diese verlorenen Gemälde heute? Überleben sie als Nummern in einem Inventar oder als verschwommene analoge Fotografien? Leben sie weiter als Geschichten, Erinnerungen oder Gerüchte?

Console-Verma greift auf die Materialien und Geschichten dieser verlorenen Gemälde zurück und nutzt digitale Collagen und künstliche Intelligenz, um die Werke durch die Linse der Gegenwart zu rekonstruieren und neu zu interpretieren. Dieser Rekonstruktionsprozess geht über einfache Reproduktion hinaus und erfasst stattdessen die Fehler, Unstimmigkeiten und Auswirkungen dieser digitalen Technologien auf die Gemälde selbst. So wie die KI auf die Bild-Datenbank zurückgreift, bringen Lucas’ Ölgemälde die Materialien und Techniken der Vergangenheit mit den Technologien der Zukunft zusammen, um die Herausforderungen der Rekonstruktion oder Rückgewinnung des Authentischen zu hinterfragen.

„Über die robotische Reproduktion hinaus versucht diese neue Gemälde-Serie die Komplexitäten der Rückgewinnung der Vergangenheit zu erforschen. Alles, was uns bleibt, ist ein Eindruck – eine Spur dessen, was einst war", so Lucas Console-Verma.

Seit seinem Abschluss an der Winchester School of Art, die Teil der Southampton University ist, hat Console-Verma mit seinen Untersuchungen der Beziehung zwischen Kunst und Technologie Aufmerksamkeit von Galerien, Kuratoren und Sammlern erlangt. Während seines Studiums erhielt er den Balfour Nancy Prize und stellte in zahlreichen Gruppenausstellungen im Vereinigten Königreich aus. Er wurde zudem für den Freelands Painting Prize 2023 nominiert.

Zu seinen Inspirationen für die Ausstellung gehören die folgenden verlorenen Meisterwerke: „Der Sturm auf dem See Genezareth“ von Rembrandt van Rijn, „Die Taube mit den kleinen Erbsen“ von Pablo Picasso, „Mohnblumen“ von Vincent Van Gogh, „Geburt Christi mit St. Franziskus und St. Laurentius“ von Carabaggio, „Jurisprudenz“ von Gustav Klimt, „Pastorale“ von Henri Matisse, „Charing Cross Bridge“ von Claude Monet und schließlich „Blick auf Auvers-sur-Oise“ von Paul Cezanne.


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