Bikinimuseum im Best Western Hotel Bad Rappenau ersteigert Liz Taylors Badekleid

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Bei der spektakulären Versteigerung des Bikinis aus dem James-Bond-Film «007 jagt Dr. No» hat das BikiniArtMuseum im Best Western Hotel Bad Rappenau auf ein Gebot verzichtet. «Wir hatten uns gesagt: Niemals als Erstbieter!», sagte Museumsinhaber und und Eigentümer des Best Western Hotel Bad Rappenau Alexander Ruscheinsky am Freitag nach der Auktion. Es hatte auch kein anderer Bieter das Stückchen Stoff zum Preis von mindestens 300.000 Dollar haben wollen.

Es sei gut vorstellbar, dass der Bikini nun bei anderer Gelegenheit zu einem günstigeren Preis unter den Hammer kommt, sagte Ruscheinsky. Deswegen habe er nicht vorschnell lossteigern wollen. Der Unternehmer und hobbymäßige Bikini-Fachmann aus Regensburg hatte sich online an der Auktion in Los Angeles beteiligt.

Für das BikiniArtMuseum in Bad Rappenau bei Heilbronn (Tageskarte berichtete über die Eröffnung) ersteigerte Ruscheinsky nun aber für 4000 Dollar ein Badekleid, das Liz Taylor im Jahr 1957 trug. Das sei zwar nicht so prominent und begehrt wie der Bikini, den einst Schauspielerin Ursula Andress trug, aus historischer Sicht für das Museum letztlich aber wertvoller. Das rote Wollkleid stehe für die Bademode aus der Zeit rund um 1880.

Damit passe das Stück bestens in das kulturwissenschaftliche Konzept des im Juli eröffneten BikiniArtMuseums. Das zeigt die Entwicklung der Bademode seit dem späten 19. Jahrhundert und befasst sich mit Themen wie sexueller Befreiung und Emanzipation. Ultraknappe Bikinis sind ebenso zu sehen wie Burkinis. «Wir waren selber überrascht, welche Diskussionen die Ausstellung bei den Besuchern auslöst und wie enthusiastisch viele reagieren.»

Zu den wertvollsten Bikinis im Museum gehören Ruscheinsky zufolge der goldene Zweiteiler des Bikini-Erfinders Louis Réard sowie zwei Bikinis der Filmstars Marilyn Monroe und Brigitte Bardot. Wegen der Corona-Beschränkungen ist das Museum zurzeit geschlossen. (dpa)


 

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