Bürgenstock Resort musste für US-Iran-Treffen mehr als 2.000 Gäste umbuchen

| War noch was…? War noch was…?

Das Bürgenstock Resort hat nach Berichten verschiedener Schweizer Medien innerhalb von weniger als 48 Stunden den Hotelbetrieb für die Gespräche zwischen Delegationen aus den USA und dem Iran vollständig umorganisieren müssen. Resort-Direktor Chris Franzen schilderte in Interviews den organisatorischen Aufwand hinter den Kulissen. Demnach seien 1.200 Buchungen mit insgesamt mehr als 2.000 Gästen storniert und Ersatzunterkünfte organisiert worden.

Hotel bereitete Sicherheitskonzept und Infrastruktur in weniger als zwei Tagen vor

Nach Angaben von Franzen habe das Resort erst am 16. Juni die endgültige Bestätigung erhalten, dass die Gespräche auf dem Bürgenstock stattfinden würden. Anschließend hätten innerhalb von weniger als zwei Tagen das Sicherheitsdispositiv, die Verhandlungsräume, ein Medienzentrum, sämtliche Hotelzimmer sowie die Verpflegung vorbereitet werden müssen. Für die Organisation habe es nach seinen Worten „tausend Details“ gegeben – bis hin zu den Flaggen auf den Verhandlungstischen.

Wie Franzen weiter berichtete, habe zunächst ein Mitarbeiter gemeldet, dass Angehörige des US Secret Service das Hotel durchsuchen wollten. Er habe daraufhin angewiesen, zunächst deren Ausweise zu kontrollieren. Erst mit der offiziellen Bestätigung sei klar gewesen, dass das Gipfeltreffen tatsächlich auf dem Bürgenstock stattfinden werde.

Mehr als 2.000 Gäste wurden kurzfristig in andere Hotels umquartiert

Für die kurzfristige Räumung des Hotels seien 1.200 Buchungen mit mehr als 2.000 Gästen storniert worden. Ein rund 20-köpfiges Team habe sich drei Tage lang nahezu rund um die Uhr um die Umbuchungen gekümmert. Besonders schwierig seien Fälle gewesen, in denen Reisende bereits aus Übersee unterwegs gewesen seien.

Nach Angaben des Resort-Direktors habe das Hotel sämtliche Kosten für die Ersatzunterkünfte übernommen. Die betroffenen Gäste hätten ihr Wunschhotel auswählen können. Untergebracht worden seien sie unter anderem in Luzern, Andermatt, Crans-Montana und St. Moritz. Auch eine internationale Hochzeitsgesellschaft sei von den kurzfristigen Änderungen betroffen gewesen. Weitere Einzelheiten dazu nannte Franzen nicht.

Delegationen belegten sämtliche Zimmer während der Gespräche auf dem Bürgenstock

Finanzielle Einbußen habe das Resort trotz der Stornierungen nach Angaben von Franzen nicht erlitten. Die rund 380 Zimmer seien auf die Delegationen aus den USA, dem Iran, Katar und Pakistan verteilt worden. Jede Delegation habe ihre Rechnung regulär an der Rezeption beglichen.

Franzen bezeichnete die Vorbereitungen als die bislang anspruchsvollste Woche seiner Laufbahn. Seit Tagen habe er lediglich zwei bis drei Stunden pro Nacht geschlafen, berichtete er.

Weitere Schweizer Medien berichten zudem, dass umliegende Hotels kurzfristig zusätzliche Gäste aufgenommen hätten. Außerdem sei es im Umfeld des Resorts während der Sicherheitsmaßnahmen zu Einschränkungen für Anwohner gekommen. Franzen erklärte, er habe die Anwohner persönlich über das Gipfeltreffen informiert und stehe mit ihnen im Austausch.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Wegen einer Bedrohung aus dem Iran hat das Weiße Haus bei Donald Trumps Rückflug vom Nato-Gipfel in der Türkei Berichten zufolge zu einer ungewöhnlichen List gegriffen. Der Präsident stieg vor Kameras in die Air Force One, wechselte laut «Washington Post» anschließend aber unbemerkt in einen Catering-Container.

Erst stimmte offenbar der Belag nicht, dann war eine Pizza den Kunden zu klein - und schließlich rückte die Polizei an. Aus einer Reklamation in einer Pizzeria in Osnabrück soll eine handfeste Auseinandersetzung geworden sein.

Mitten in der Hauptreisezeit sorgt Europas aktivster Vulkan auf Sizilien für große Probleme. In Catania kann am Morgen nur eine einzige Maschine starten. Touristen sind verzweifelt.

Eine 110 Jahre alte Hütte im Oberallgäu brennt Anfang des Monats nieder - der Schaden ist nicht so hoch wie zunächst befürchtet. Und es gibt Erkenntnisse zur Brandursache.

Ein Mann randaliert in einem Hotelzimmer in Leipzig. Nach diesem Vorfall wird gegen den Freiberger OB Philipp Preißler ermittelt. Seine Amtsgeschäfte übernimmt derweil ein anderer Politiker.

Das Oberlandesgericht Frankfurt hat Äußerungen einer Restaurantbesucherin nach einem Vorfall mit Mäuseköder im Gastraum als zulässige Meinungsäußerungen eingestuft. Ihr Dackel hatte Ködermaterial gefressen und musste anschließend in einer Tierklinik behandelt werden.

Bei einer Auseinandersetzung in einer Bielefelder Gaststätte werden fünf Menschen verletzt. Die Polizei muss einschreiten und die Party wird frühzeitig beendet.

Nach einer mutmaßlich missbräuchlichen Auslösung einer Brandmeldeanlage in einem Berliner Hotel soll ein 31-jähriger Gast Einsatzkräfte angegriffen und Widerstand geleistet haben. Ein Polizist setzte daraufhin ein Distanzelektroimpulsgerät ein.

In Spaniens Dörfern und auch auf Mallorca herrscht Ausnahmezustand: Für die Sonnenfinsternis werden Hunderttausende aus dem Ausland erwartet. Hotels sind vielerorts ausgebucht, die wenigen verbliebenen Zimmer kosten oft ein Vielfaches der üblichen Augustpreise.

In Leipzig muss die Polizei einen randalierenden Hotelgast zur Räson bringen, zwei Beamte werden dabei leicht verletzt. War es Freibergs neuer Oberbürgermeister? Eine Sprecherin der Stadt bestätigte zumindest seine Beteiligung.