Business Class: Schmerzensgeld nach Suppen-Unfall im Flieger?

| War noch was…? War noch was…?

Wer sich auf einem Flug mit heißer Suppe verbrüht, hat nicht automatisch einen Anspruch auf Schmerzensgeld. Hier kommt es auf das Mitverschulden des Fluggasts an: Ist man selbst schuld, hat man keinen Anspruch auf eine Entschädigung.

Das zeigt ein Urteil des Landesgerichts Köln, auf das das Rechtsportal des Deutschen Anwaltvereins (DAV) anwaltauskunft.de aufmerksam macht.

In dem verhandelten Fall flog die Klägerin in der Business Class von München nach New York. Zum Abendessen wurde ihr eine Suppe in einer Porzellanschale auf einem Tablett gereicht. Durch ein Missgeschick, dessen genaue Umstände unklar sind, ergoss sich die Suppe auf den Brustbereich der Passagierin und verursachte dort Verbrennungen zweiten Grades. Die Frau ging nach der Landung in ein Krankenhaus.
 

Die Reisende ging vor Gericht und verlangte Schmerzensgeld. Ihre Argumentation: Sie habe aufrecht gesessen und die Porzellanschale in die linke Hand genommen, um mit dem Löffel in der rechten Hand einen möglichst kurzen Weg zum Mund zu haben. Die Schüssel sei aber so heiß gewesen, dass sie schnell wieder abgesetzt werden musste. Hierbei habe die Frau einen Ruck verursacht. Daraufhin habe sich die heiße Flüssigkeit in ihren Ausschnitt ergossen. Die Klägerin beschwerte sich über fehlende Unterstützung an Bord und nach der Landung.

Das Gericht stellte jedoch fest, dass die Frau sich ein überwiegendes Mitverschulden anrechnen lassen musste. Die Klägerin habe ihre Suppe, die nicht zu heiß gewesen sei, in einer stark zurückgeneigten Position zu sich genommen. Anders seien die Verbrennungen nicht zu erklären gewesen. Die angeblich unzureichende und zögerliche Nachsorge der Verletzungen an Bord habe nicht erkennbar zu einem zusätzlichen Schaden geführt.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Neuer Ärger für Alfons Schuhbeck: Bundesamt für Justiz geht gegen Promi-Koch vor

Alfons Schuhbeck begann als Koch, mittlerweile hat er ein Geflecht von Firmen aufgebaut. Für den in Geldschwierigkeiten steckenden Gastronomen reißt der juristische Ärger nicht ab. Nach der Münchner Staatsanwaltschaft geht auch das Bundesamt für Justiz (BFJ) gegen den Münchner Starkoch Alfons Schuhbeck vor.

Die teuersten Pommes der Welt

Das Restaurant Serendipity3 in New York schafft es mit einer Portion Pommes in das Guinness-Buch der Rekorde. Die Crème de la Crème Pommes Frites sollen die teuersten Pommes Frites der Welt sein. Der zweifelhafte Genuss kostet 200 Dollar.

Zu viel Kohlenmonoxid - Shisha-Bar wegen Lebensgefahr evakuiert

Eine Shisha-Bar in Niedersachsen ist am Mittwochabend evakuiert worden, weil die Kohlenmonoxid-Konzentration in der Raumluft zu hoch war. Es habe daher Lebensgefahr für die Gäste bestanden, teilte die Polizeiinspektion Aurich/Wittmund mit.

 

Unterstützung für Alfons Schuhbeck nach Insolvenz-Meldung

Alfons Schuhbeck erhält nach der Ankündigung seiner Insolvenz Unterstützung von prominenten Freunden und Gästen. Betroffen von der Insolvenz sind laut Schuhbeck seine Restaurants am Platzl in München und sein Partyservice.

Wirtin geht wegen Corona-Regeln auf Polizei los - Bewährungsstrafe

Nach einer heftigen Auseinandersetzung wegen der Corona-Regeln mit dem Ordnungsamt und der Polizei inklusive Beiß-Attacke ist eine Wirtin am Montag zu einer zehnmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Vierjähriger am Lenkrad verletzt Passanten vor Hôtel de Paris in Monaco

In einem unbemerkten Moment ist ein vierjähriges Kind vor dem Hôtel de Paris in Monaco hinter das Steuer eines geparkten Autos geklettert und hat auf kurzer Fahrt einen Passanten schwer verletzt. Das Kind hatte zunächst auf der Rückbank gesessen.

„Wir alle haben gekündigt": Mitarbeiter bei Burger King hinterlassen Botschaft

Ein Burger King-Schild ist bei Facebook viral geworden, nachdem Mitarbeiter eines der Restaurants der Kette dem Management darauf mitgeteilt hatten, dass sie alle kündigen würden. Der Vorfall werde nun untersucht, so das Unternehmen.

Industriekletterer reinigen Fassade des arte Hotel Salzburg

Zwei Jahre nach der Eröffnung des arte Hotel Salzburg war es Zeit für die Reinigung des 54 Meter hohen Hotelturms am Salzburger Hauptbahnhof. Drei speziell ausgebildete Industriekletterer seilten sich hierfür vom zweithöchsten Gebäude der Stadt ab.

Hoteleinsturz in China: Zahl der Opfer steigt auf 17

Nach dem Einsturz eines Hotelgebäudes im Osten Chinas ist die Zahl der Todesopfer auf 17 gestiegen. Nachdem zunächst von acht Todesopfern die Rede war, wurden neun weitere Opfer aus den Trümmern geborgen, berichtete die Stadtregierung von Suzhou.

Altmaier fährt im Urlaub an der Saar Rad und gönnt sich Eis

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (63) fährt im Urlaub nach Hause ins Saarland und reist nicht mehr groß. Er verbringe seit annähernd 15 Jahren seinen Sommerurlaub zu Hause im Saarland. Dann fahre er mit dem Fahrrad an der Saar entlang und esse ein Eis.