Christian Schottenhamel und die Wiesn: Der Schmerz der leeren Theresienwiese

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Christian Schottenhamel, Wirt des gleichnamigen Festzeltes, leidet angesichts der Oktoberfestabsage momentan ein bisschen unter Weltschmerz. «Mir geht es gesundheitlich gut – auch wenn Seele und Gemüt gedrückt sind», sagte der Gastronom der Deutschen Presse-Agentur in München. Eigentlich würden in diesen Tagen die letzten Arbeiten an Fahrgeschäften und Zelten laufen, bevor am kommenden Samstag der Trubel losgegangen wäre, der normalerweise in rund zwei Wochen etwa sechs Millionen Besucher aus aller Welt anzieht.

Erst kürzlich sei er auf der Theresienwiese gewesen und habe den leeren Platz gesehen, berichtete Schottenhamel. «Auch die Stelle wo der Oberbürgermeister Dieter Reiter normalerweise das erste Fass bei uns anzapft oder wo zu Füßen der Bavaria die Blaskapellen der Festzelte am mittleren Sonntag spielen würden. Das war ein trauriges Erlebnis.»

Die wirtschaftlichen Folgen durch Corona machen dem Wirt Sorgen. Gastronomie und Hotellerie seien nach wie vor existenziell bedroht. «Wir werden am Nockherberg unsere Stammgäste zur Wirtshaus-Wiesn begrüßen. Ein Ersatz für das Original wird das aber sicherlich nicht werden», meinte er, aber «zumindest ein kleiner Trost». Jetzt hofft er darauf, dass ein Impfstoff oder ein Heilmittel gegen das Virus gefunden wird. «Die Wiesn muss 2021 einfach wieder stattfinden – sonst fehlt in dieser Stadt ein Stück Münchner Identität.» (dpa)


 

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