Zum Ende des 81. Prozesstages um die Entführung der Block-Kinder hat die Nachricht von der Festnahme des ehemaligen BND-Präsidenten August Hanning wegen Spionageverdachts für Aufmerksamkeit gesorgt. «Das Verfahren geht auf Funde aus einer Durchsuchung beim Beschuldigten Hanning zurück, welche die Staatsanwaltschaft Hamburg im Rahmen von Ermittlungen gegen Christina Block und andere im September 2025 vollzogen hat», teilte der Generalbundesanwalt in Karlsruhe mit. «Der Vorgang wurde Anfang Mai 2026 der Bundesanwaltschaft zur Übernahme vorgelegt.»
Die Hamburger Unternehmerin Christina Block (53) ist angeklagt, nach einem erbitterten Sorgerechtsstreit eine israelische Sicherheitsfirma damit beauftragt zu haben, ihre damals 13-jährige Tochter und den zehnjährigen Sohn Silvester 2023/24 vom Wohnort des Vaters Stephan Hensel in Süddänemark nach Deutschland zu entführen.
Hanning ist kein Angeklagter im aktuellen Block-Prozess
Ein 37-jähriger Israeli ist der einzige der insgesamt sieben Angeklagten, der die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft eingeräumt hat. Für alle Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung. Hanning ist kein Angeklagter in diesem Prozess.
Gut ein Jahr vor der Rückholaktion der Kinder soll es bereits einen gescheiterten Entführungsversuch gegeben haben. Die Hamburger Staatsanwaltschaft hatte im Herbst 2025 mitgeteilt, dass sie wegen des Vorfalls im Jahr 2022 gegen den früheren BND-Chef und einen pensionierten Beamten des Landeskriminalamts Hamburg ermittelt. «Die diesbezüglichen Ermittlungen dauern weiter an», teilte die Staatsanwaltschaft Hamburg auf aktuelle Anfrage mit.












