Ermittler haben nach Angaben von Europol bei einer europaweiten Aktionswoche gegen Ausbeutung von Arbeitskräften rund 100 Menschen festgenommen. 248 mutmaßliche Opfer seien identifiziert worden, teilte die europäische Polizeibehörde in Den Haag mit.
An der gemeinsam von Europol und der Europäischen Arbeitsbehörde (ELA) organisierten Aktion im September nahmen 34 Länder teil. Polizei, Grenzschutz, Arbeits- und Sozialversicherungsbehörden sowie Steuerfahnder untersuchten Betriebe in Landwirtschaft, Baugewerbe, Gasstätten sowie Kosmetik- und Massagesalons.
Die Aktion zielte vor allem auf Ausbeutung von Arbeitnehmern. Doch die Ermittler entdeckten nach Angaben von Europol auch Fälle von Menschenhandel. 182 neue Ermittlungsverfahren seien eingeleitet worden etwa zu sexueller Ausbeutung, erzwungene Bettelei oder Ausbeutung von Hausangestellten.
Vor allem Baubetriebe und Gaststätten
Die meisten der männlichen Opfer kamen aus China, Vietnam, Indien und den Philippinen. Sie wurden Europol zufolge im Bau- und Gastgewerbe ausgebeutet. Dazu gehörten schlechte Bezahlungen für zu langen Arbeitszeiten, schlechte Arbeits- und Lebensbedingungen sowie auch Bedrohungen. Acht Prozent der Opfer waren in Landwirtschaftsbetrieben entdeckt worden.













