Ex-Verteidiger als Zeuge: Christina Block ist unschuldig

| War noch was…? War noch was…?

Der frühere Verteidiger von Christina Block, Otmar Kury, hat als Zeuge im Prozess um die Entführung der Block-Kinder betont, dass seine ehemalige Mandantin unschuldig sei. Das habe er bereits zu Prozessbeginn im Juli 2025 damals noch in der Rolle als ihr Anwalt gesagt, erklärte der 70-Jährige. «An dieser Position hat sich nichts geändert.» Zum Abschluss der kurzen Befragung sei es ihm noch wichtig gewesen, dies hinzuzufügen, sagte er.

Zuvor hatte Kury mit Verweis auf seine anwaltliche Verschwiegenheitspflicht, von der Block ihn nicht entbunden hatte, kaum eine Frage beantwortet. Sein Erscheinen im Gerichtssaal war begleitet von heftigen Diskussionen zwischen den Verteidigern und der Vorsitzenden Richterin, ob Blocks Ex-Anwalt überhaupt zu bestimmten Aspekten gefragt werden dürfe.

Der prominente Jurist Kury war auf Antrag eines ebenfalls angeklagten deutschen Sicherheitsunternehmers als Zeuge geladen. Dabei sollte es unter anderem um ein Gespräch von Januar 2024 gehen, an dem auch Kury nach Angaben des Sicherheitsunternehmers beteiligt war.

Christina Block soll israelische Sicherheitsfirma beauftragt haben

Die 53 Jahre alte Unternehmerin Block ist angeklagt, nach einem erbitterten Sorgerechtsstreit eine israelische Sicherheitsfirma damit beauftragt zu haben, ihren damals 10-jährigen Sohn und die damals 13 Jahre alte Tochter vom Wohnort des Vaters Stephan Hensel in Dänemark nach Deutschland zu entführen. Die Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette Block House, Eugen Block, bestreitet das.

Zu Beginn des Prozesses hatte Christina Block noch Kury und Ingo Bott als Verteidiger. Bott war recht kurzfristig dazugekommen. Doch schon kurze Zeit später trennte sich die Angeklagte von Kury. «Ich danke Herrn Rechtsanwalt Kury für seinen großen Einsatz», erklärte Block nach Angaben ihres zweiten Verteidigers Bott damals. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Vor dem Landgericht Frankfurt hat die Staatsanwaltschaft im Prozess um den tödlichen Sturz einer Frau aus dem 22. Stock eines Hotels lebenslange Haft wegen Mordes beantragt. Die Verteidigung fordert einen Freispruch, das Urteil soll am Freitag fallen.

in Mann soll seine ungeliebte Ehefrau von dem Balkon eines Frankfurter Hotelzimmers im 22. Stock in die Tiefe gestoßen haben – nach Auffassung der Staatsanwaltschaft handelte es sich dabei um einen Mord.

Kriminelle nutzen echte Buchungsdaten, um Reisende kurz vor dem Urlaub zu täuschen. Wie Urlauber betrügerische Zahlungsaufforderungen erkennen und sich vor den Phishing-Angriffen schützen können.

Ein Mann bucht sich mit Partnerin und zwei Kindern in einem Berliner Hotel ein. Er beklagt einen abgebrannten Wohnwagen und eine schwere Erkrankung. Über ein Jahr bleibt er - ohne dafür zu bezahlen.

Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron haben sich im Althoff Grandhotel Schloss Bensberg in Bergisch Gladbach getroffen. Das politische Gespräch und das gemeinsame Dinner fanden im Vorfeld des 26. Deutsch-Französischen Ministerrats statt.

Ein Dachstockbrand im Hotel Continental Park in Luzern hat einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Rund 60 Gäste mussten das Hotel verlassen, 120 Einsatzkräfte verhinderten ein Übergreifen der Flammen auf Nachbargebäude.

 

Geschmackssinn verloren, offene Finger – Johann Lafer schildert, wie sehr ihn die Chemotherapie belastet. Offen zu sagen, dass er krank ist, habe ihn befreit, sagt der 68-Jährige.

Die Betreiberin des Café Eule im Gleisdreieckpark in Berlin hat für Aufsehen gesorgt, weil sie einem Anhänger der AfD die Bedienung verwehrte. Die Gastronomin, die den Betrieb seit neun Jahren führt, thematisierte den Vorfall in einer Videoreihe auf Instagram.

Der Mann, der im Hauptjob vor allem politische Debatten anheizt, lässt inzwischen auch Zwiebeln anschwitzen. Jan Böhmermanns Kochshow-Hommage an Alfred Biolek geht in die nächste Runde.

Zwei Jahre nach dem Einsturz eines Hotels in Kröv an der Mosel mit zwei Toten hat die Staatsanwaltschaft Trier Anklage gegen einen Ingenieur für Baustatik erhoben. Der Vorwurf laute fahrlässige Tötung in zwei Fällen und fahrlässige Körperverletzung in acht Fällen sowie Baugefährdung.