Feldlazarett auf dem Hotelgelände - Hunderte Gäste erkranken in Spanien

| War noch was…? War noch was…?

Im spanischen Badeort La Manga haben sich über 100 Urlauber im Vier-Sterne-Hotel Izan Cavanna mit Magen-Darm-Beschwerden gemeldet. Laut Berichten spanischer Medien leiden die Betroffenen unter Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Unter den mehr als 100 erkrankten Personen befinden sich auch sieben Kinder sowie ein Baby im Alter von 15 Monaten. 20 Personen wurden in Krankenhäuser gebracht.

Feldlazarett vor Ort und Einlieferungen ins Krankenhaus

Auf dem Hotelgelände wurde als Reaktion auf den Vorfall ein Feldlazarett eingerichtet, um die medizinische Versorgung der Erkrankten sicherzustellen. Gäste berichteten, dass einige von ihnen auf Tragen in den Gängen versorgt wurden, während andere Infusionen direkt in ihren Zimmern erhielten. Insgesamt 20 Personen, darunter eine hochschwangere Frau, wurden in nahegelegene Krankenhäuser eingeliefert. Zum Zeitpunkt des Ausbruchs hielten sich etwa 800 Gäste in dem Hotel auf.

Verdacht auf Salmonellen und Kritik am Management

Die Ermittlungen der Gesundheitsbehörden konzentrieren sich auf das Buffetrestaurant des Hotels. Proben aus der Küche, die inzwischen geschlossen wurde, wurden entnommen. Die regionale Gesundheitsbehörde behandelt den Fall als wahrscheinlichen Salmonellen-Ausbruch. Mehrere Hotelgäste gaben an, dass ein Fischgericht und mit Spinat gefüllte Ravioli, die am Buffet serviert wurden, die Vergiftung möglicherweise ausgelöst haben. Eine offizielle Bestätigung dafür steht noch aus.

Gäste äußerten zudem Kritik am Management des Hotels. Ein spanischer Urlauber berichtete auf Facebook, dass er nach der Krankenhauseinweisung seiner schwangeren Frau keinen Rückruf vom Hotel erhalten habe. Zudem sei das Hotel auf seinen offiziellen Social-Media-Kanälen am Tag nach dem Ausbruch nicht auf den Vorfall eingegangen, sondern habe weiterhin Werbebeiträge gepostet. Neue Gäste, die am Sonntag anreisten, gaben an, nicht über die Situation informiert worden zu sein und ebenfalls am Buffet gegessen zu haben, bevor das Restaurant geschlossen wurde.

Frühere Beschwerden über Hygiene und Qualität

Ein Artikel von t-online weist zudem auf frühere Bewertungen auf Plattformen wie TripAdvisor hin. Dortige Berichte von Urlaubern nannten bereits vor dem Vorfall hygienische Mängel, eine als "Schulkantinen-Niveau" beschriebene Essensqualität und unfreundliches Personal.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Im Pariser Luxushotel Bristol ist es am Mittwoch zu einem Brand gekommen. Mindestens 400 Menschen wurden in Sicherheit gebracht, wie die Feuerwehr mitteilte. Der Vorfall ereignete sich am Vormittag im Untergeschoss des Gebäudes.

Ein Jahr nach dem Ende des sozialen Projekts „Herbstresidenz“ untersuchen Tim Mälzer und André Dietz in einer neuen Dokumentation bei Vox die langfristigen Auswirkungen auf Senioren und Pflege-Auszubildende.

Was hat Hessen noch gefehlt? Ein Musical zum inoffiziellen Nationalgericht. Doch das wird sich ändern. Comedian-Legende Henni Nachtsheim reist durch die Zeit. Auch andere Prominente sind beteiligt.

Warum benachrichtigte die Polizei nicht gleich nach der Tat die Mutter der entführten Block-Kinder? Diese Frage stellen Verteidiger einer Zeugin. Kurze Zeit später pausiert der Prozess.

Er ist eines der bekanntesten Seezeichen Deutschlands – und marode: der rot-weiße Leuchtturm «Roter Sand». Deshalb soll das Bauwerk ans Land versetzt werden. Nun gibt es eine Entscheidung wohin.

Auch wegen alter Zigarettenkippen gibt es mancherorts in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern rauchfreie Zonen an den Stränden - darunter auf Föhr und Rügen. Auf der Insel Sylt gibt es andere Methoden gegen Ökosünder.

In einem alten Silberbergwerk in Freiberg reift Whisky in Eichenholzfässern. Warum der unterirdische Lagerort für Forscher und Genießer gleichermaßen spannend ist.

Traf sich die angeklagte Unternehmerin Christina Block kurz vor der Rückholung ihrer jüngsten Kinder in einem Hotel mit den maskierten Entführern? Dazu äußert sich der Verteidiger eines Israelis.

Ralph Siegel hat gemeinsam mit seiner Ehefrau ein Restaurant in Spanien übernommen. Die Eröffnung ist für Ende März geplant.

Seit Juli wird in Hamburg der Fall um die Entführung zweier Kinder von Christina Block verhandelt. Nun äußert sich der Verteidiger der Unternehmerin zu einem angeblichen Treffen seiner Mandantin.