Feuer zerstört Dachstuhl von Hotel Schloss Wallhausen

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Als mitten in der Nacht Feuer im historischen Schloss Wallhausen ausbricht, müssen Hotelgäste und Personal evakuiert werden. Stunden später dauert der Großeinsatz der Feuerwehr noch immer an. Der Dachstuhl des denkmalgeschützten Renaissance-Schlosses sei vollständig zerstört und das zweite Obergeschoss zu mehr als zwei Dritteln beschädigt, sagte Wehrleiter Michael Wiesner an der Einsatzstelle. «Das ist natürlich schade um das Kulturgut. Aber leider nichts zu ändern. Wir haben unser Bestmögliches getan und kämpfen weiterhin dafür.»

Hotelgäste rechtzeitig in Sicherheit

Das Feuer war gegen 3.00 Uhr aus zunächst unbekannter Ursache ausgebrochen. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand der Dachstuhl bereits in Vollbrand. Die Flammen breiteten sich rasch auf die oberen Stockwerke des als Hotel genutzten Schlosses aus. Gäste und Personal wurden rechtzeitig evakuiert. Ein Hotelgast erlitt nach Angaben der Feuerwehr eine Rauchgasvergiftung. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Feuerwehr kämpft gegen Glutnester

Auch Stunden nach dem Brandausbruch sind drei Drehleitern weiterhin im Einsatz. Die Feuerwehr arbeitet inzwischen mit Netz- und Schaummitteln, die tiefer in das brennende Material eindringen und so die Löscharbeiten erleichtern sollen. Wegen der aufwendigen Arbeiten rechnet Wehrleiter Wiesner erst in den frühen Abendstunden mit einem Ende des Einsatzes.

Das Ausmaß der Schäden sei erheblich. Neben dem vollständig zerstörten Dachstuhl sei das zweite Obergeschoss zu mehr als zwei Dritteln in Mitleidenschaft gezogen worden. Die verwinkelte Bauweise der Schloss- und Hotelanlage erschwere den Einsatz zusätzlich, sagte Wiesner. Nach Angaben der Polizei dürfte der entstandene Sachschaden im Millionenbereich liegen. 

Die übrigen Hotelgäste wurden nach Angaben des Wehrleiters anderweitig untergebracht. Das Ordnungsamt der Verbandsgemeinde Goldene Aue kümmere sich unter anderem darum, wie die Gäste wieder an ihre persönlichen Gegenstände und Fahrzeuge auf dem Hotelgelände gelangen. Die Warnung vor Rauch gilt zunächst weiter, auch wenn die Rauchentwicklung inzwischen deutlich nachgelassen hat.

Brandursache weiter unklar

Zur Brandursache gibt es weiterhin keine Erkenntnisse. Nach Angaben der Polizei wird in alle Richtungen ermittelt. Brandermittler könnten das Gebäude jedoch erst untersuchen, wenn das Feuer vollständig gelöscht und das Schloss ausreichend abgekühlt sei. Bis dahin wäre jede Aussage zur Ursache reine Spekulation, hieß es.

Das denkmalgeschützte Renaissanceschloss wurde zwischen 1606 und 1613 von der Adelsfamilie von der Asseburg errichtet. Nach der Bodenreform 1945 ging das Gebäude in Gemeindebesitz über und wurde bis 2004 als Schule genutzt. Seit 2005 befindet sich das Schloss in Privatbesitz und wird als Hotel, Restaurant und Ausstellungsort genutzt.


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