Fünf Jahre Haft für Kokain im Vereinslokal

| War noch was…? War noch was…?

Das Münchner Landgericht hat den Betreiber einer Vereinsgaststätte wegen des illegalen Besitzes und der Lagerung von Betäubungsmitteln zu einer langen Gefängnisstrafe verurteilt. Wie die Bild-Zeitung berichtet, habe der 44-jährige Pizzabäcker über einen Zeitraum von mehreren Monaten hinweg erhebliche Mengen Rauschgift in den Räumlichkeiten des Restaurants gelagert. Die Ermittler seien dem Mann im vergangenen Sommer auf die Spur gekommen und hätten das Lokal, welches an die Sportstätten des TSV Unterhaching angegliedert ist, durchsucht. Die Volleyball-Herren des Vereins spielen in der ersten Bundesliga.

Kokain und Waffen in Vereinsgaststätte

Die Kriminalbeamten stellten bei der Durchsuchung des Gastronomiebetriebs auf dem Vereinsgelände des TSV Unterhaching erhebliche Mengen an Beweismitteln sicher. In einer Abstellkammer des Lokals stießen die Polizisten demnach auf knapp drei Kilogramm Kokain, die direkt neben herkömmlichen Küchenzutaten wie Mehl deponiert gewesen seien. Zudem habe die Polizei unmittelbar neben dem Pizzaofen eine Feinwaage sowie typische Verpackungsmaterialien für den Drogenhandel aufgefunden.

Neben den illegalen Substanzen entdeckten die Einsatzkräfte in dem Restaurant auch gefährliche Gegenstände. Nach Informationen der Zeitung beschlagnahmte die Polizei eine Schreckschusspistole sowie einen Teleskopschlagstock direkt im Gebäude. Im Rahmen der anschließenden Durchsuchung der privaten Wohnung des Gastronomen stellten die Beamten zudem Bargeld in Höhe von ungefähr 1.500 Euro sicher, welches aus vorangegangenen Drogengeschäften stammen solle.

Rechtfertigungen des Angeklagten 

Der Angeklagte versuchte im Rahmen der Hauptverhandlung vor dem Landgericht, die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zu entkräften. So habe der Mann habe vor Gericht beteuert, die Drogen hätten einem namentlich nicht näher genannten Freund gehört. Er selbst habe das Kokain lediglich in seinen Räumen gelagert und sei dafür mit einer Teilmenge der Droge für den eigenen Konsum entschädigt worden.

Die gefundene Feinwaage habe der Gastronom laut seiner Aussage im Prozess nicht für das Abwiegen von Rauschgift genutzt. Vielmehr erklärte der Mann vor den Richtern, das Messgerät sei für das präzise Abmessen von Backzutaten bei der Zubereitung von Desserts in der Restaurantküche notwendig gewesen. Die zuständige Strafkammer bewertete diese Einlassungen jedoch als Schutzbehauptungen und schenkte den Ausführungen des Beschuldigten keinen Glauben.

Das juristische Nachspiel hat für den Betrieb der Sportgaststätte beim TSV Unterhaching bereits personelle Konsequenzen zur Folge gehabt. Das Vereinslokal des Volleyball-Bundesligisten werde inzwischen nicht mehr von dem Verurteilten, sondern von einer neuen Führung geleitet.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Zwei mit einer Schusswaffe ausgestattete Männer haben versucht, ein Hotel in Berlin-Siemensstadt auszurauben. Ein Rezeptionist wurde bei dem Überfall verletzt.

 

Das inzwischen abgerissene Hotel Rittersturz in Koblenz ist vom rheinland-pfälzischen Landtag als «Ort der rheinland-pfälzischen Demokratiegeschichte» ausgezeichnet worden. An das ehemalige Tagungshotel erinnert heute ein Denkmal.

Christian Rach übernimmt im Frühjahr 2027 erneut die Rolle des Restauranttesters bei RTL. Die Bekanntgabe markiert die Rückkehr zu jener Produktion, mit welcher er bereits in den frühen 2000er Jahren erfolgreich war.

Was passiert, wenn man die bayerische Spezialität nachmittags genießt? Eine Ernährungsexpertin bringt Klarheit in den Mythos und erklärt auch, wie lange die Weißwurst frisch im Kühlschrank bleibt.

Die Gerichte auf Mallorca sind völlig überlastet. Das bekommen auch die acht Hobbykegler aus dem Münsterland zu spüren, die auf der Urlaubsinsel bereits seit 2022 der Brandstiftung beschuldigt werden.

Die Wiesn steht in den Startlöchern. Welche Temperaturen der Deutsche Wetterdienst zum Beginn des 191. Oktoberfests derzeit vorhersagt, verrät ein Meteorologe.

500 Euro sollte ein Tavernenbesitzer auf der griechischen Insel Syros zahlen, weil den Beamten der Fisch in seinem Kühlschrank zu frisch erschien, als dass die dazugehörige Rechnung stimmen könnte. Der Wirt ging dagegen vor.

An einer Bar in der Offenbacher Innenstadt hat es am frühen Morgen eine Explosion gegeben. Dabei gingen Schaufensterscheiben der Bar und eines gegenüberliegenden Cafés zu Bruch. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.

Händler sollen alte Rennpferde mit gefälschten Papieren als Schlachtpferde verkauft haben. In den Niederlanden soll das Pferdefleisch dann zu Snacks wie Fleischbällchen und Kroketten verarbeitet und über den Großhandel vertrieben worden sein.

Wenn ein Passagier an Bord randaliert oder schon vor dem Abheben auffällig ist, gibt es verschiedene Ansätze für die Crew. In seltenen Fällen werden aggressive Passagiere am Sitz fixiert - so ist es kürzlich auf einem American-Airlines-Flug passiert.