Gastro-Serie The Bear vor großem Finale

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Hektische Küchenarbeit, Köche unter ständigem Druck und richtig gutes Essen: Die Gastro-Serie «The Bear» zog Serienfans und Kritiker schnell in ihren Bann. Die Story um das vom Sandwichladen zum Nobelrestaurant umfunktionierte Lokal findet nun mit der anstehenden fünften Staffel auf dem Streamingdienst Disney+ ein Ende. Was Fans – und solche, die es noch werden wollen – wissen müssen:

Worum geht es in «The Bear»?

Im Zentrum vom «The Bear» steht der hochqualifizierte, aber auch traumatisierte Koch Carmen «Carmy» Berzatto (Jeremy Allen White). Nach dem Suizid seines Bruders versucht er, den heruntergewirtschafteten Imbiss seiner Familie wieder zum Erfolg zu bringen – und ihren einstigen Traum zu erfüllen, das Lokal in ein Gourmetrestaurant zu verwandeln. Das kleine Team vom Imbiss steht ihm dabei zur Seite, dass er erst auf seine Seite bringen muss. Schließlich passt die Arbeitsweise von Carmy, einem in Kopenhagen trainierten Sous-Koch, anfangs kaum zu der des einfachen Sandwichladens in Chicago.

Doch die Zusammenarbeit gelingt, und so nimmt das Nobelrestaurant – natürlich «The Bear» genannt – ab der zweiten Staffel seine Formen an. Gerade auch dank des vielfältigen Teams um die hochtalentierte Köchin Sydney (Ayo Edebiri) und Carmys engen Familienfreund Richie (Ebon Moss-Bachrach), der trotz anfänglicher Skepsis später zum Chefkellner aufsteigt. Doch nicht alles läuft perfekt: Die wirtschaftliche Lage ist brenzlig, und Carmys Umgang mit seinen psychischen Problemen sorgt auch im Team immer wieder für Reibereien.

Wo ist «The Bear» zu sehen und wann kommt die neue Staffel?

Die fünfte und letzte Staffel ist ab dem 26. Juni auf Disney+ zu sehen. Wer möchte, kann direkt bingewatchen: Statt jede Woche eine neue Folge zu zeigen, bringt der Streamingdienst alle acht Episoden auf einmal raus. Auch die bisherigen vier Staffeln stehen dort zum Abruf zur Verfügung.

Was ist in der vergangenen Staffel passiert?

Wer die vierte Staffel noch nicht gesehen hat, sollte hier nicht weiterlesen. Carmy ließ dort zum Ende nämlich eine Bombe platzen: Er will das Restaurant, dass er mit seiner Crew von Grund auf trotz vieler Strapazen aufgebaut hatte, verlassen. Stattdessen will er das Restaurant in die Hände von Sydney geben – die mit der plötzlichen Entscheidung weder gerechnet hat, noch mit dem Abgang ihres Förderers einverstanden ist. Eine tiefe Diskussion beginnt, in der Carmy nicht nur Syd gegenüber Überzeugungsarbeit leisten muss – sondern auch bei Richie, mit dem Carmy in Streit geraten ist.

Worum geht es in den letzten acht Folgen?

Eigentlich um dasselbe, was schon in den vergangenen Staffeln im Mittelpunkt stand: die stets auf der Kippe stehende Zukunft des Restaurants. Dadurch, dass der nur Onkel Jimmy (Oliver Platt) genannte Geldgeber plötzlich selbst in finanzielle Nöte gerät, nimmt die Handlung aber plötzlich Fahrt auf. Die Zutatenbestände werden knapp, noch dazu spielt sich die gesamte Staffel während eines starken Unwetters ab, was dem renovierungsbedürftigen Lokal ordentlich zusetzt. Doch der Betrieb geht weiter – und stellt die Küchencrew vor eine scheinbar unlösbare Herausforderung, als auf einmal deutlich mehr Gäste in das Restaurant kommen, als erwartet.

Auch die Geschichten der Charaktere spitzen sich weiter zu. Dass Carmy das Restaurant verlassen will, kann er nicht ewig geheim halten. Gleichzeitig muss sich Sydney an die Rolle als Leiterin gewöhnen, während ihr Vorgänger noch an ihrer Seite arbeitet – dem sie dessen anstehenden Abgang aber immer noch nicht vergeben hat. Dessertkoch Markus muss nicht nur mit der schwierigen Beziehung mit seinem Vater umgehen, sondern auch den Abgang eines engen Freundes und Kollegen verkraften. Carmys Schwester Natalie macht es dagegen immer mehr zu schaffen, dass das Management des Restaurants ihr immer weniger Zeit für die Familie lässt. 

Wie die Serie endet, lässt Disney+ übrigens geheim – die allerletzte Folge gibt es auch für Journalistinnen und Journalisten erst zum Streamingstart zu sehen.

Ist die neue Staffel sehenswert?

Ziemlich. Die letzten acht Folgen vereinen vieles, das die Serie in den durchaus unterschiedlichen ersten vier Staffeln ausgemacht hatte: Sowohl die stressige, detailreich inszenierte und manchmal konfliktreiche Küchen-Action, die «The Bear» in den Staffeln eins und zwei zum absoluten Streaminghit gemacht hatte. Gleichzeitig bekommen die persönlichen Herausforderungen und Schicksalen der vielen, starken Charaktere weiterhin viel Raum. Das macht es fast vergessen, dass sich die Handlung nach der zweiten Staffel zuvor im Kreis gedreht hatte.

Noch dazu: Waren Staffel drei und vier angesichts Carmys verschlossenem Umgang mit seinen traumatischen Erfahrungen fast nur noch bedrückend, geht es zum Finale wieder deutlich erheiternder zu. Die Versuche der Crew, kreativ mit dem Unwetter und dem plötzlichen Andrang umzugehen, sind lustig und bewegend zugleich. Und gerade der parallel stattfindende Roadtrip von Onkel Jimmy, der das Restaurant – und vor allem sich selbst – vor dem nahenden finanziellen Ruin bewahren will, dürfte bei vielen für Lacher sorgen.

Wer die ersten Staffeln von «The Bear» bereits gesehen hat, sollte daher auch die letzte auf keinen Fall verpassen. Und wer erst jetzt mit der Serie anfängt: Auf ein fulminantes Finale kann man sich schon vorher einstellen. (dpa) 


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