Glühwein im Oktober: Früh-Weihnachtsmarkt in Essen eröffnet

| War noch was…? War noch was…?

Glühwein schon Ende Oktober, ein «Singender Weihnachtsbaum» und Schlagersänger Stefan Mross als Moderator auf der Bühne: In Essen-Steele hat mit rund 100 Ständen und einem großen Musikprogramm der traditionelle Weihnachtsmarkt in dem Essener Stadtteil begonnen - als einer der bundesweit ersten. Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU) eröffnete den Markt. 

Glühwein und Bratwurst, Lebkuchen und rund 100 Künstlerauftritte sind dabei während der gesamten Vorweihnachtszeit, über die Festtage und bis zum 3. Januar geplant, wie die Initiatoren ankündigten. 

Wegen der langen Laufzeit und der vielen Künstler mit Schwerpunkt deutscher Schlager und Volksmusik gilt der Weihnachtsmarkt im Ruhrgebiet als Publikumsmagnet: Ziel seien erneut rund eine Million Besucher, sagte der Steeler Geschäftsinhaber und Hauptorganisator Leon Finger. Im Vorjahr waren rund 900.000 Menschen gekommen. 

Die Besucher zahlen dabei moderate Preise: Ein Glühwein kostet unverändert vier Euro, wie Finger sagte. Die Bratwurst als beliebtes Weihnachtsmarktessen werde für 4,50 Euro angeboten.

Der Nikolaus kommt wieder per Hubschrauber

Neu in diesem Jahr ist der sogenannte Singende Weihnachtsbaum - eine fünfstöckige Gerüstkonstruktion in Tannenbaumform, die als Hauptbühne für Musiker auf dem Festplatz stimmungsvoll geschmückt wird. 

Am 6. Dezember soll nach den Planungen wieder ein Nikolaus-Darsteller per Hubschrauber in den nahe gelegenen Ruhrwiesen landen und mit einer Kutsche - gefolgt von vielen Kindern - zur «Nikolausbescherung» zum Weihnachtsmarkt gebracht werden.

Eine 15 Meter hohe Nordmanntanne ist auf dem Markt drehbar aufgebaut worden. Besucher können für zwei Euro den Weihnachtsbaum in Bewegung setzen. Der Erlös wird am Ende des Weihnachtsmarktes für einen guten Zweck gespendet.

Märkte sonst meist erst Ende November

Deutschlandweit starten Weihnachtsmärkte meist erst nach dem Totensonntag (22.11.), der Steeler Weihnachtsmarkt als traditioneller Frühstart-Markt hatte in der Vergangenheit immerhin Allerheiligen (1.11.) abgewartet. In diesem Jahr sei dies aber anders, weil der Steeler Weihnachtsmarkt sein 50-jähriges Jubiläum feiere, sagte Finger.

Der 79-jährige Finger, der in der Steeler Innenstadt ein Modegeschäft betreibt, scheidet mit diesem Weihnachtsmarkt nach vielen Jahren als Organisator aus. In den Jahren seien die bürokratischen und die Sicherheitsauflagen für ein solches Volksfest immer anspruchsvoller geworden. Er sei froh, dass er Nachfolger für den Weihnachtsmarkt gefunden habe, sagte Finger.

Verändert hat sich nach den Worten des Esseners in den vielen Jahren auch der religiöse Bezug des Weihnachtsmarktes. Als Veranstaltung zum Fest der Geburt Christi nehme den Markt heute fast niemand mehr wahr. «Wir hatten jahrelang eine große Krippe, da sind die Leute extra für gekommen, jetzt ist die längst eingelagert.» (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Urlaub ist abgelehnt, der Flug schon gebucht: Ein Arbeitnehmer bleibt krankgeschrieben der Arbeit fern. Warum selbst ein ärztliches Attest ihn vor der Kündigung nicht schützt.

Ein Lufthansa-Crewmitglied und ein weiterer ausländischer Gast sind nach einem Unfall in einem Luxushotel in Indien gestorben. Nach Angaben indischer Medien starben die beiden möglicherweise durch einen Stromschlag im Hotelpool.

Der Prozess um die Entführung der Block-Kinder soll nach dem Willen des Gerichts dem Ende entgegengehen. Doch jetzt gibt es neue Beweisanträge - und einen andauernden Streit um Interview-Äußerungen.

Johann Lafer und Helmut Marko haben Graz und die umliegende Steiermark besucht. Die gemeinsame Tour führte über regionale Märkte und gastronomische Stationen bis zum Kunstfestival Klanglicht.

Nach dem Angriff auf den Stuttgarter Gastronomen Michael Wilhelmer am 25. Oktober in Freiburg hat die Polizei einen Tatverdächtigen vorläufig festgenommen. Auf Instagram äußerte sich Wilhelmer zu seinem Krankenhausaufenthalt und seinem Zustand.

Ana Roš Stojan und ihr Team verzichten auf die Reise zur 50-Best-Preisverleihung nach Lima. Die Köchin kritisiert die wachsende Bedeutung von Sichtbarkeit im Umfeld der Auszeichnungen und will ihre Ressourcen für die Restaurantarbeit einsetzen.

Jürgen Dollase beanstandet Kalbsbratwürste, Sauerkraut und Backfisch im Hamburger Blockbräu. Auch über Fischgerichte im Fischerhaus äußert er sich kritisch.

Das Oberlandesgericht Frankfurt hat die Klage einer Restaurantbesucherin nach dem Sturz von einem ungewöhnlich gestalteten Designerstuhl abgewiesen. Eine Verkehrssicherung, die jeden Schaden ausschließe, sei im praktischen Leben nicht erreichbar, so das Gericht.

Beim Fassanstich des Mainzer Oktoberfests zerschlug DEHOGA-Präsident Gereon Haumann einen Maßkrug. Das Fest konnte am 23. Oktober beginnen, nachdem die Stadt die Nutzung des Zeltes zunächst wegen fehlender Unterlagen untersagt hatte.

Die Nationalsozialisten hatten das Kehlsteinhaus errichtet. Was der Freistaat Bayern nach dem verheerenden Feuer mit dem geschichtsträchtigen Ort vorhat. Das seit Jahrzehnten als Berggasthof genutzte Gebäude brannte in der Nacht zum Samstag fast vollständig nieder.