Gradierwerk Bad Sulza jetzt mit Wein zum Einatmen

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Anstelle der üblichen Salz-Wasser-Mischung schüttet das Gradierwerk in Bad Sulza jetzt Wein in den Zerstäuberbrunnen der Anlage. Dieser wird dann zu einem feinen Nebel zerstäubt und gelangt beim Atmen über die Schleimhäute ins Blut. Allzulange sollten sich Besucher aber nicht in der Zerstäuberhalle aufhalten

Anstelle der üblichen Sole setzt das Gradierwerk in Bad Sulza erstmals auf Wein. Die «verrückte Idee» sei bei Überlegungen entstanden, wie die Themen Salz, Sole und Wein miteinander vereint werden könnten, sagte eine Mitarbeiterin der Kurgesellschaft am Dienstag. Statt der normalen Salz-Wasser-Mischung werde dafür Wein in den Zerstäuberbrunnen des Gradierwerks gekippt. Dieser werde dann zu einem feinen Nebel zerstäubt. Der mit Wasser verdünnte Wein werde dann beim Atmen über die Schleimhäute ins Blut aufgenommen.

«Es ergibt sich ein angenehmer Geruch und ein wohliger Geschmack auf der Zunge», so die Mitarbeiterin. Damit kein gesundheitliches Risiko entstehe, sollte sich niemand länger als zehn bis fünfzehn Minuten in der Zerstäuberhalle aufhalten. Am Dienstag waren die Deutsche Weinkönigin und weitere Weinhoheiten für einen Testlauf in Bad Sulza erwartet worden.

Die öffentliche Premiere der Weinzerstäubung sei für den 1. Juli als Teil eines mehrgängigen Abendessens geplant, sagte die Sprecherin. In der Broschüre für die Veranstaltung wird darauf verwiesen, dass die Teilnahme an der Weinzerstäubung erst ab einem Alter von 18 Jahren erlaubt sei. Zudem sei sie nicht für Schwangere geeignet.

Die Idee, Alkohol zu inhalieren statt zu Trinken, ist nicht ganz neu. In der Vergangenheit gab es etwa immer wieder Bars, die Alkoholisches auf diese Weise angepriesen haben. (mit dpa)


 

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