Hoteleinsturz in Kröv - Verschüttete Familie benennt Baby nach Feuerwehrmann

| War noch was…? War noch was…?

So etwas ist dem Trierer Berufsfeuerwehrmann Christoph Reuter noch nie passiert: Eine niederländische Familie, die er vor fast neun Monaten nach Hoteleinsturz in Kröv aus den Trümmern gerettet hatte, hat ihr Baby aus Dankbarkeit nach ihm benannt. «Ich war sprachlos. Und gerührt», sagte der 31-Jährige zu dem Moment, als er davon erfuhr. 

Damit habe er nicht gerechnet. Die Niederländerin Edi Hoefnagel-Visser und ihr Mann Mark haben ihrem zweiten Sohn, der in der vergangenen Woche zur Welt kam, den Namen Christoph gegeben - nach ihrem Retter in Kröv. Reuter sei der Mann gewesen, «der sein Leben riskierte, um uns aus den Trümmern zu retten», schrieb Hoefnagel-Visser auf Instagram.

Familie lädt Retter in die Niederlande ein

Die Familie habe ihn eingeladen, «zum Geburtsfest vom kleinen Christoph» zu kommen, sagte Reuter der Deutschen Presse-Agentur weiter. Er werde die Einladung zu dem Fest bei der Familie in den Niederlanden natürlich annehmen.

Reuter sagte, die Namensgebung sei eine große Anerkennung für ihn, aber auch für das gesamte Team. «Das ist symbolisch für alle.» Damit meine er sowohl die vielen Helfer, die nach dem Hoteleinsturz in Kröv im Einsatz waren, als auch alle anderen Helfer und deren Familien, die sich engagierten. 

Ursache für Hoteleinsturz noch unbekannt

Hoefnagel-Vissers und ihr erster Sohn waren nach Stunden unter Trümmern unverletzt herausgeholt worden. Vater und Ehemann Mark erlitt jedoch schwere Verletzungen. Er war bei dem Einsturz eingeklemmt worden. 

In dem Hotel war am 6. August 2024 spätabends ein komplettes Stockwerk in sich zusammengebrochen. Zwei Menschen starben: eine 64-jährige Frau und der 59 Jahre alte Hotelbetreiber. Sieben weitere Menschen waren über Stunden in den Trümmern gefangen. Bei der 24-stündigen Rettungsaktion waren rund 250 Einsatzkräfte dabei. Die Ursache für den Hoteleinsturz ist noch unklar (Tageskarte berichtete). (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Sommelier Mirko Rainer hat in Girlan bei Eppan einen neuen Weltrekord im Sabrieren aufgestellt. Innerhalb einer Minute öffnete er nach Angaben der Veranstalter 96 Sektflaschen mit einem Säbel.

Im Block-Prozess hat eine mutmaßliche Entführerin aus Israel als Zeugin geschildert, dass ihr Team bei der Rückholaktion an Silvester 2023/24 eine ganz andere Reaktion der Kinder erwartet habe.

Christina Block wusste von der geplanten Rückholaktion ihrer Kinder nach Deutschland - so hat es eine mutmaßliche Entführerin vor Gericht ausgesagt. Sie widerspricht damit der Angeklagten.

Sie soll an der Entführung der Block-Kinder beteiligt gewesen sein und bekam als wichtige Zeugin sicheres Geleit: Die unter den Alias-Namen «Olga» oder «Doris White» bekannte Frau sagt nun weiter aus.

Wiesn-Chef Scharpf stellt klar: Der Kultsong bleibt! Warum «Skandal im Sperrbezirk» für ihn zur Münchner Musikgeschichte gehört – und was das mit alten Verboten zu tun hat.

Jahrelang stritten eine Urlauberin und ein italienisches Luxushotel über (k)ein Glas Leitungswasser zum Abendessen - jetzt hat Italiens oberstes Gericht dem juristischen Zank ein Ende gesetzt.

Die US-Strafverfolgungsbehörden haben Anklage gegen einen Mann erhoben, dem als Kopf einer proiranischen Terrorgruppierung die Beteiligung an dem Angriff auf ein israelisches Restaurant in München im März vorgeworfen wird.

Ihre Befragung wurde im Block-Prozess mit Spannung erwartet: Eine mutmaßliche Entführerin aus Israel, die sich in Hamburg Olga nannte, hat ihre Sicht geschildert. Tränen fließen.

Mehr als 20 Jahre lang liefen die Ermittlungen in einem Mordfall in Ostwestfalen ins Leere. Dann brachte moderne DNA-Technik einen Durchbruch. Für die Richter waren die Beweise eindeutig.

In Hamburg beginnt die mit Spannung erwartete Vernehmung einer wichtigen Zeugin aus Israel – sie soll an der Entführung beteiligt gewesen sein. Vor Gericht erzählt die Frau von der Vorgeschichte.