Jeanette Biedermann als Zeugin im Ofarim-Prozess geladen

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Die Sängerin und Schauspielerin Jeanette Biedermann ist als Zeugin im Prozess gegen den jüdischen Musiker Gil Ofarim wegen Verleumdung und falscher Verdächtigungen geladen. Die 43-Jährige und ihr Ehemann sollen am Dienstagmorgen vor dem Landgericht Leipzig aussagen, wie das Gericht mitteilte. Biedermann war nach Angaben eines Gerichtssprechers zwar nicht in dem Hotel, soll aber wenig später Kontakt mit Ofarim gehabt haben.

Anfang Oktober 2021 hatte Ofarim in einem Instagram-Video schwere Antisemitismusvorwürfe gegen den Manager des Leipziger Westin Hotels erhoben. Der Musiker solle seinen Davidstern abnehmen, erst dann dürfe er einchecken, soll der Mann nach Darstellung des Sängers gesagt haben. Nach umfangreichen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft folgte jedoch eine Anklage gegen Ofarim selbst. Das Verfahren gegen den Hotelmanager wurde eingestellt.

Zuvor hatte bereits die ehemalige Managerin des Musikers ausgesagt. Er sei nicht der Typ für Starallüren gewesen, sei stets freundlich und habe Türen aufgehalten, «der Typ alte Schule halt», so die 45-Jährige. Anders als bei vielen anderen Künstlern sei die Auftragslage bei Gil Ofarim auch in der Coronazeit und vor dem Vorfall sehr gut gewesen, sagte die Managerin. «Wir haben viele TV-Shows gemacht, der Kalender war voll, wir waren fleißig», betonte die 45-Jährige. Ofarim habe sie damals aus dem Hotel angerufen und geschildert, dass er antisemitisch beleidigt worden sei und nicht einchecken könne. Sie habe ihm noch geraten, die Situation nicht in die Öffentlichkeit zu tragen. (dpa)


 

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