Millionenbetrug durch Schwarzarbeit: Gastronom festgenommen

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 Zoll-Ermittler haben einen Gastronomen aus Neu-Ulm festgenommen, der die Sozialkassen um mehr als eine Million Euro betrogen haben soll. Der 37-Jährige wird laut Hauptzollamt Ulm unter anderem beschuldigt, zwischen 2021 und 2025 rund 300 Arbeitskräfte für Catering und Veranstaltungen an andere Gastronomen vermittelt und hierfür keine Beiträge an die Sozialversicherungen gezahlt zu haben. 

Der Mann wurde demnach am 25. März festgenommen. Bereits im vergangenen Jahr hatten Ermittler einen seiner Foodtrucks kontrolliert und dabei Unstimmigkeiten festgestellt. Daraufhin seien die Geschäftsunterlagen des Unternehmers genauer geprüft worden. Dabei habe sich herausgestellt, dass Meldungen zur Sozialversicherung fehlten und der 37-Jährige zudem nicht über die erforderliche Erlaubnis verfügte, Angestellte an andere Unternehmer zu verleihen.

Weitere Ermittlungen hätten ergeben, dass der Mann mutmaßlich im größeren Stil Sozialabgaben hinterzogen habe. Löhne von mindestens einer Million Euro seien nicht bei der Sozialversicherung gemeldet worden, teilte der Zoll mit. Zudem habe der Mann Lohnabrechnungen teilweise per Handy-Chat verschickt und die Gehälter an seine Angestellten über eine App oder in bar ausgezahlt. 

Im Rahmen mehrerer Durchsuchungen wurden bei dem Beschuldigten Bargeld, Luxusgüter und offene Rechnungen an seine Kunden im sechsstelligen Bereich beschlagnahmt. Der 37-Jährige sitzt nun in Untersuchungshaft. Sein Vermögen wurde eingefroren.

Der Zoll geht davon aus, dass der Mann über weiteres Vermögen verfügt und ermittelt wegen des Vorwurfs der Schwarzarbeit. (dpa)


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