Nach Shitstorm: TV-Köchin Verena Leister zahlt 200.000 Euro Spenden zurück

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Die Solidaritätswelle für den vom Unwetter im sächsischen Kurort Rathen betroffenen Imbiss «Wanderrast» hat nach Angaben der Betreiberin auch Neid und Missgunst ausgelöst. Nach einer großen Hilfsbereitschaft habe es eine «extreme Welle von Shitstorm» gegeben, sagte die Betreiberin und TV-Köchin Verena Leister in einem Instagram-Post . «... Was uns persönlich an Nachrichten, an Anrufen, an Chatgruppen erreicht hat, an Anfeindungen, Unterstellungen, das war einfach eine Nummer zu viel. Und deswegen haben wir eine Entscheidung getroffen, und wir werden daher die Spenden nicht annehmen und jeder einzelne Spender bekommt seine Spende zurück.»

Binnen eines Tages kamen rund 200.000 Euro Spenden zusammen

Leister hatte nach den schweren Unwetterschäden an der «Wanderrast» am Amselsee innerhalb von nur einem Tag rund 200.000 Euro Spenden gesammelt. «Wir sind völlig überwältigt», sagte Leister und bedankte sich herzlich via Instagram. Weil sie ihr Spendenziel dank der großen Hilfsbereitschaft in kürzester Zeit erreicht hatte, wurde der Spendenlink geschlossen. Stattdessen bat Leister um Unterstützung für den Kurort Rathen. 

 

Unterstellungen, Spekulationen, Gerüchte

In einem neuerlichen Post auf Instagram schrieb sie nun: «Besonders enttäuscht hat uns, dass wir uns ausgerechnet in einer Zeit, in der unsere gesamte Energie eigentlich in den Wiederaufbau fließen müsste, immer häufiger rechtfertigen mussten.» Neben viel Zuspruch und Unterstützung habe man sich auch mit Unterstellungen, Spekulationen und Gerüchten auseinandersetzen müssen.

Wiederaufbau der «Wanderrast» wird nun viel länger dauern

Leister zufolge will die «Wanderrast» abwarten, welche Unterstützung von öffentlicher Seite oder aus anderen Quellen kommt. «Alles, was darüber hinaus notwendig ist, werden wir - soweit es uns finanziell möglich ist - Schritt für Schritt aus eigenen Mitteln umsetzen.» Das bedeute leider auch, dass sich der Wiederaufbau erheblich verzögert. Eine Wiedereröffnung von Imbiss und Bootsverleih zu Ostern 2027 werde es «realistisch betrachtet» nicht geben. 

Schäden nach Unwetter am Freitagabend

Der Kurort Rathen - die heimliche «Hauptstadt» der Sächsischen Schweiz - war am vergangenen Freitagabend von einem kurzen und sehr heftigen Unwetter mit Gewitter, Sturm und Starkregen betroffen. Ein Mensch kam ums Leben, drei weitere wurden verletzt. Das Gebäude der «Wanderrast» und die knapp 30 Ruderboote wurden bei dem Unwetter von umstürzenden Bäumen getroffen und verwüstet. (dpa)


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