Nach Todesfällen in Istanbul: 24-Stunden-Überwachung von Betrieben angeordnet

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In Reaktion auf den Tod der Hamburger Familie in Istanbul haben Behörden 24-Stunden-Überwachung für Betriebe angeordnet. Alle Unternehmen seien verpflichtet, Tag und Nacht Audio- und Videoaufnahmen zu machen und diese 30 Tage lang aufzubewahren, teilte das Gouverneursamt der Provinz Istanbul nach einem Treffen zu mehr «Lebensmittelsicherheit» mit.

Ob sich die Regel nur auf Betriebe bezieht, die mit Lebensmitteln arbeiten, ging nicht zweifelsfrei aus der Erklärung hervor. Zudem sollen etwa Straßenhändler vermehrt kontrolliert und Unternehmen im Bereich der Schädlingsbekämpfung überprüft werden.

Einem vorläufigen Bericht der Gerichtsmedizin zufolge soll die Hamburger Familie in Istanbul vorrangig durch eine chemische Vergiftung im Hotel gestorben sein, berichtete der Staatssender TRT unter Berufung auf das nicht abschließende Dokument. Die Wahrscheinlichkeit einer Lebensmittelvergiftung werde als gering eingestuft. Die Untersuchungen sind noch nicht final abgeschlossen. 

Tagelang hatte der Verdacht einer Lebensmittelvergiftung Medienberichte dominiert. Auch sind weiterhin vier Menschen verhaftet, die von der Familie konsumierte Lebensmittel verkauft oder hergestellt haben sollen. Eine Vergiftung durch Chemikalien könnte durch eine Bekämpfung von Ungeziefer im Hotel der Familie entstanden sein. Auch in dem Zusammenhang gab es Festnahmen. (dpa)


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