Nelson Müller: "Es darf auch mal Tiefkühlpizza oder Fertigsuppe sein"

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TV- und Sternekoch Nelson Müller zieht meist auch privat Handarbeit am Herd mit sorgfältig ausgewählten Zutaten vor - bei Bedarf kann es aber schon mal eine Tiefkühlpizza oder Fertigsuppe sein. «Ich koche mein Leben lang schon frisch und selber, egal ob's im Restaurant oder zu Hause ist», sagte er der «Neuen Osnabrücker Zeitung».

«Aber dazu gehört es auch, dass man zwischendurch mal faul ist und sich eine Hühnersuppe aufmacht. Oder wenn ich mal leicht angeschickert von einem Club-Abend komme, sehe ich nichts Verwerfliches daran, sich eine Fertigpizza in den Ofen zu schieben.» Unabhängig davon hält Müller es für wichtig, junge Leute besser über gesunde Ernährung zu informieren. Ein eigenes Schulfach könne helfen.

Müller verriet, außerdem nicht ganz auf Dosengerichte verzichten zu können. «Das ist wohl noch ein Relikt aus der Kindheit», erklärte er. «Wenn man aus dem Urlaub kam, oder für schlechte Zeiten musste immer was Fertiges im Schrank sein.» Doch grundsätzlich müsse man das Bewusstsein für die Bedeutung ausgewogener Mahlzeiten stärker in der Bildung verankern: «Ernährung müsste in der Schule viel mehr thematisiert werden, aber auch andere praktische Themen wie der Umgang mit Geld, Gesundheit körperlicher und mentaler Natur.»

Bisher seien solche Fragen im allgemeinen Unterricht eher Nebensache, findet er. Schon mehrfach gab es von Berufspraktikern Forderungen nach einem solchen Fach oder nach einem für Wirtschaft und Finanzen. Müller begründete seinen Vorschlag auch mit dem Kampf gegen Übergewicht oder Krankheiten wie Diabetes, die häufig mit einer zu einseitigen Ernährung zusammenhingen. (dpa)


 

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