Neue Heimat für Leuchtturm „Roter Sand“

| War noch was…? War noch was…?

Bei der Suche nach einem neuen Standort für den denkmalgeschützten, maroden Leuchtturm «Roter Sand» ist eine Entscheidung gefallen. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz favorisiert Fedderwardersiel auf der Halbinsel Butjadingen als neue Heimat. Für den Ort spreche unter anderem die direkte Küstennähe, teilte die Stiftung mit. Fedderwardersiel plant den markanten rot-weißen Leuchtturm nahe dem Krabbenkutterhafen aufzustellen. Zudem erfülle der Standort Fedderwardersiel die gewünschten technischen und infrastrukturellen Anforderungen, teilte die Stiftung weiter mit. 

Weil Wind und Wellen dem mehr als 140 Jahre alten Bauwerk mehr und mehr zusetzen, soll er ans Land versetzt werden – ein einmaliges Vorhaben. Neben Fedderwardersiel war zuletzt auch Wilhelmshaven als Standort im Rennen. 

Die Entscheidung für Fedderwardersiel sei keine gegen Wilhelmshaven, sagte ein Sprecher der Stiftung. «Wilhelmshaven ist auch eine Option.» Um den Umzug voranzutreiben und eine Baugenehmigung zu erhalten, sollen aber nun alle notwendigen Unterlagen für Fedderwardersiel erstellt werden. Auch Bremerhaven und Hooksiel in Friesland hatten sich um den Turm beworben, sie waren aber nach einer Prüfung nicht weiter berücksichtigt worden. 

Warum der Leuchtturm umziehen soll

Der Leuchtturm «Roter Sand» sei ein herausragendes maritimes Denkmal, sagte Steffen Skudelny, Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Deshalb wolle die Stiftung das Baudenkmal für künftige Generationen sichern. «Dass der Leuchtturm an seinem neuen Standort besser erreichbar sein wird, ermöglicht zudem, dass zahlreiche Besucherinnen und Besucher ihn künftig hautnah erleben können und hat schließlich auch für die Wartung enorme Vorteile.»

Ein Gutachten von 2019 hatte den Leuchtturm in der Wesermündung als so marode eingestuft, dass die Standsicherheit auf Dauer in Gefahr ist. Das Seefeuer wird seit 1964 nicht mehr benötigt, seit 1982 steht das Bauwerk unter Denkmalschutz.

Nach Bekanntwerden des Gutachtens waren von einer Expertenkommission mehrere Szenarien geprüft worden – vom kontrollierten Verfall über eine Sanierung vor Ort bis hin zum Versetzen des Turms. Das Ergebnis 2023: Der Turm soll abgebaut und anschließend an Land wieder aufgestellt werden. Ein konkreter Zeitplan für den Umzug ist bislang nicht bekannt. Bei den Kosten für den Umzug spricht die Stiftung von einem «Millionenprojekt».


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Traf sich Christina Block kurz vor der Entführung zum Jahreswechsel 2023/24 mit den maskierten Tätern? Diese Frage bestimmt auch den Endspurt des Prozesses. Es fallen scharfe Worte.

Ein unbekannter Täter hat in der Nacht auf Donnerstag einen Nachtportier in einem Bonner Hotel mit einer Schusswaffe bedroht und Bargeld erbeutet. Nun sucht die Polizei Zeugen des Vorfalls.

Christina Block hat im Prozess um die Entführung ihrer Kinder noch einmal ausführlich Stellung genommen. Dabei gab sie tiefe Einblicke in Familienkonflikte und korrigierte sich in einigen Punkten.

Nach mehreren Monaten des Schweigens hat die angeklagte Mutter Christina Block im Prozess um die Entführung ihrer Kinder nun wieder das Wort ergriffen. Sie wolle einige Punkte ihrer Aussage aus dem Juli 2025 korrigieren. Mehrmals brach ihr die Stimme weg, als sie über ihre Kinder sprach.

Ein Kunde beschwert sich über ein zu leichtes halbes Brot. Das hat teure Folgen für den Bäckermeister. Jetzt muss jede Scheibe gewogen werden. Macht die Regelung die Kunden glücklich?

Etliche Menschen klagten in einem Hotel in Weibersbrunn über Magen-Darm-Probleme. Zahlreiche Rettungskräfte rückten an. Mittlerweile ist die Ursache für die Beschwerden bekannt.

Für das Hotel Palace in Luzern war ein angebliches Verkaufsinserat über 275 Millionen Euro aufgetaucht. Das Hotelmanagement dementierte einen Verkauf und bezeichnet das Angebot als vollständig erfunden.

Warum für eine besondere Kelterei in Erfurt nun offiziell göttlicher Segen erbeten wurde – und das gleich auch noch auf ökumenischem Wege.

Berlin erreicht im internationalen Work from Anywhere Index der International Workplace Group den 30. Platz und ist damit die einzige deutsche Stadt in der Top 50. Bangkok führt das weltweite Ranking vor Tokio und Barcelona an.

In der Bamberger Altstadt ist ein Auto in ein Haus gekracht und hat dabei die Außenwand durchbrochen. Wie Augenzeugen vor Ort einer dpa-Reporterin schilderten, fuhr der Wagen zunächst durch den Außenbereich einer Gaststätte