Pokémon-Sammelwut in Japan führt zu Abbruch von McDonald’s-Aktion

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McDonald’s hat in Japan eine Werbeaktion mit Pokémon-Sammelkarten vorzeitig beendet. Die Kette reagierte damit auf Berichte, wonach Händler die sogenannten „Happy Sets“ in großen Mengen gekauft und das Essen anschließend entsorgt hätten, um an die Sammelkarten zu gelangen. In der Folge seien vor mehreren Restaurants weggeworfene Mahlzeiten gefunden worden.

Die „Happy Sets“, die in anderen Ländern als „Happy Meal“ bekannt sind, enthalten neben Essen und Spielzeug auch eine Pokémon-Karte. Japanische Medien berichten, dass die Kindermenüs innerhalb eines Tages ausverkauft waren. Die begehrten Karten wurden anschließend online zu hohen Preisen weiterverkauft. Die „Happy Sets“ kosten in Japan üblicherweise 510 Yen, was umgerechnet knapp drei Euro entspricht.

McDonald’s äußert Reue und plant Maßnahmen

In einer Stellungnahme erklärte McDonald’s Japan, das Wegwerfen von Lebensmitteln widerspreche der Philosophie des Unternehmens, Kindern und Familien ein positives Esserlebnis zu bieten. Man habe erkannt, dass die eigenen Vorbereitungen für die Aktion nicht ausreichend gewesen seien und arbeite nun an Maßnahmen, um eine Wiederholung zu verhindern.

Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen gehören eine Obergrenze für Bestellungen pro Person sowie das Aussetzen von Online-Bestellungen. Bei Verstößen gegen die Regeln könne die Bedienung auffälliger Kunden im Restaurant verweigert werden. Das Unternehmen betonte zudem, sich bei künftigen Aktionen wieder stärker auf die eigentliche Zielgruppe der Kindermenüs konzentrieren zu wollen. Pokémon-Karten sind bei Sammlern weltweit beliebt, und besonders seltene Exemplare erzielen hohe Preise.
 


 

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