Pokémon-Sammelwut in Japan führt zu Abbruch von McDonald’s-Aktion

| War noch was…? War noch was…?

McDonald’s hat in Japan eine Werbeaktion mit Pokémon-Sammelkarten vorzeitig beendet. Die Kette reagierte damit auf Berichte, wonach Händler die sogenannten „Happy Sets“ in großen Mengen gekauft und das Essen anschließend entsorgt hätten, um an die Sammelkarten zu gelangen. In der Folge seien vor mehreren Restaurants weggeworfene Mahlzeiten gefunden worden.

Die „Happy Sets“, die in anderen Ländern als „Happy Meal“ bekannt sind, enthalten neben Essen und Spielzeug auch eine Pokémon-Karte. Japanische Medien berichten, dass die Kindermenüs innerhalb eines Tages ausverkauft waren. Die begehrten Karten wurden anschließend online zu hohen Preisen weiterverkauft. Die „Happy Sets“ kosten in Japan üblicherweise 510 Yen, was umgerechnet knapp drei Euro entspricht.

McDonald’s äußert Reue und plant Maßnahmen

In einer Stellungnahme erklärte McDonald’s Japan, das Wegwerfen von Lebensmitteln widerspreche der Philosophie des Unternehmens, Kindern und Familien ein positives Esserlebnis zu bieten. Man habe erkannt, dass die eigenen Vorbereitungen für die Aktion nicht ausreichend gewesen seien und arbeite nun an Maßnahmen, um eine Wiederholung zu verhindern.

Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen gehören eine Obergrenze für Bestellungen pro Person sowie das Aussetzen von Online-Bestellungen. Bei Verstößen gegen die Regeln könne die Bedienung auffälliger Kunden im Restaurant verweigert werden. Das Unternehmen betonte zudem, sich bei künftigen Aktionen wieder stärker auf die eigentliche Zielgruppe der Kindermenüs konzentrieren zu wollen. Pokémon-Karten sind bei Sammlern weltweit beliebt, und besonders seltene Exemplare erzielen hohe Preise.
 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Mehr als 30 Menschen klagen in einem Hotel in Weibersbrunn über Magen-Darm-Beschwerden. Die Rettungskräfte werden gerufen. Ins Krankenhaus muss am Ende aber niemand.

Die Chefermittlerin im Fall Block hat ihre Zeugenaussage abgeschlossen. Nun können sich die Verteidiger dazu äußern. Mehrere Anwälte erheben Vorwürfe gegen Polizei und Staatsanwaltschaft.

Unbekannte haben in einem Hotel in Hamburg-Heimfeld einen Geldautomaten aufgebrochen und sind mit ihrer Beute geflüchtet. Sprengmittel kamen nach Erkenntnissen der Polizei nicht zum Einsatz.

Zu viele Fische, zu wenig Licht: Nach einer Bürgerbeschwerde nimmt die Veterinärbehörde ein Aquarium im Gastraum eines Karlsruher Lokals unter die Lupe – und stellt dabei gleich mehrere Verstöße fest.

Freibergs Oberbürgermeister Preißler wird vorgeworfen, vor kurzem in einem Leipziger Hotel randaliert und Gegenstände aus dem Fenster geworfen zu haben. Nun wurde offiziell ein Disziplinarverfahren eröffnet.

In Peking sollen Essenskuriere künftig weniger unter Zeitdruck stehen. Wartezeiten an roten Ampeln werden aus der Lieferzeit herausgerechnet. Zudem sollen schlechtes Wetter und schwierige Verkehrsverhältnisse stärker berücksichtigt werden.

Eine Weltreise per Kreuzfahrtschiff wollte ein Paar auch im FKK-Bereich genießen. Die beiden wurden aber von der Größe und Ausstattung enttäuscht und forderten Geld zurück. Nun entschied ein Gericht.

In einem Restaurant in Rottenburg am Neckar soll ein 31-jähriger Gast den Betreiber geschlagen und anschließend auch Polizisten angegriffen haben. Die Einsatzkräfte brachten den Mann schließlich in eine Fachklinik.

Wie viele Schläge braucht Münchens neuer OB beim legendären Wiesn-Anstich? Dominik Krause hat wie seine Vorgänger ein Anzapftraining absolviert - und sagt, warum das vor dem Auftritt wichtig ist.

Für den Mord an seinem ehemaligen Chef ist ein 29-Jähriger zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Der Mann hatte im Oktober vergangenen Jahres den 50 Jahre alten Gastwirt in dessen Lokal in Rheinfelden mit einem Hammer getötet.