„QueerWein“- Wettbewerb soll Vielfalt fördern und erntet Kritik

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In Rheinland-Pfalz können Weingüter, in denen queere Menschen in verantwortungsvoller Position tätig sind, beim Wettbewerb „QueerWein“ mitmachen. Ex-Agrarministerin Klöckner kritisiert das Winzer an der Ahr derzeit ganz Anderes umtreibe als die sexuelle Identität.

„Vielfältige Lebensweisen gehören heute selbstverständlich auch zur Weinwelt, sind aber aktuell noch wenig sichtbar. Mit der neuen Initiative ‚QueerWein Rheinland-Pfalz‘ möchte ich diese Vielfalt in Rheinland-Pfalz sichtbarer machen. Ich lade alle lesbischen, schwulen, bisexuellen, transidenten, intergeschlechtlichen und nichtbinären Winzerinnen und Winzer aus Rheinland-Pfalz ein, mir gute Weine vorzuschlagen“, erklärte David Profit, Staatssekretär und Landesbeauftragter für gleichgeschlechtliche Lebensweisen und Geschlechtsidentität, am in einer Pressemitteilung. Das Ziel: Die beiden „Siegerweine“ sollen ein Jahr lang bei repräsentativen Anlässen als rheinland-pfälzische Vielfaltsbotschafter verschenkt werden.

Auf Bild-Anfrage begrüßte der rheinland-pfälzische Bauern- und Winzerverband grundsätzliche alle Maßnahmen, die die Aufmerksamkeit für Weine der Region steigern und auch Andy Becht, Staatssekretär im Weinbauministerium, steht als Berater hinter der Aktion.

Allerdings gibt es auch Widerspruch: Ex-Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) kritisiert in der Bild-Zeitung die Initiative: „Unsere Winzer an der Ahr treibt ganz Anderes um: Keller sind komplett weggespült worden von der Flut, ganze Ernten verloren gegangen. Da steht die sexuelle Identität nicht im Vordergrund. Im Übrigen hat auch die Güte eines Weines damit nichts zu tun. Ich glaube, dass durch solche Aktionen den berechtigten Anliegen der Queerszene eher ein Bärendienst erwiesen wird.“


 

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