Sieben Schankkellner kündigen nach Alkoholvorfall im Paulaner-Festzelt

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Im Paulaner-Festzelt auf dem Oktoberfest hat es kurzzeitig einen Engpass am Zapfhahn gegeben - aber nicht, weil das Bier fehlte: Sieben Schankkellner hatten überraschend die Arbeit aufgekündigt. Der Gerstensaft floss trotzdem. Bedienungen halfen zapfen, außerdem Schankkellner aus einem benachbarten Zelt und zwei Braumeister von Paulaner, die im Zelt waren.

Der Grund für den Vorfall am Montagabend: Festwirt Lorenz Stiftl hatte zwei Schankkellner in einem Vorraum vor einer Kühlung beim Biertrinken ertappt, wie Stiftls Sprecherin Annette Baronikians erläuterte. Im Dienst sei Alkohol strengstens verboten. Das sei allen Beschäftigten bei der Einführung unmissverständlich klargemacht worden. Warum sich die fünf anderen Schankkellner solidarisierten, sei unklar.

Bier strömt trotzdem 

Die Gäste im Zelt hätten von dem Engpass nichts mitbekommen, das Bier sprudelte. Bedienungen hätten professionell mitgezapft - und der Wirt des Hackerzelts, Thomas Roiderer, half sofort: Er lieh für eine Stunde drei Schankkellner aus.

«Die Wiesn-Familie hält eben zusammen und hilft sich gegenseitig», teilte die Vereinigung der Münchner Wiesn Wirte mit. Alkohol am Arbeitsplatz sei kein Kavaliersdelikt ist und könne nicht geduldet werden. Auch nicht auf dem Oktoberfest.

Die Nachbesetzung der vakanten Schankkellner-Stellen sei kein Problem gewesen, sagte Baronikians. Es gebe seit Dienstagmorgen bereits acht neue Schankkellner. (mit dpa)


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