Streit über Zutaten: Britisches Pasta-Rezept empört Italien

| War noch was…? War noch was…?

Ein Pasta-Rezept aus Großbritannien sorgt in Italien für Empörung. Die britische Rezept-Webseite «Goodfood» - ehemals von der BBC betrieben - hatte für das römische Traditionsgericht Cacio e Pepe vier Zutaten empfohlen, darunter Butter und Parmesan. Für italienische Köche ein Sakrileg: Die Empörung kennt man sonst vor allem von der hitzigen Debatte um Ananas auf der Pizza.

Das Problem: Das Originalrezept für das Gericht sieht anders aus. «Es gibt nicht vier, sondern drei Zutaten: Nudeln, Pfeffer und Pecorino», sagte Claudio Pica, Präsident des Gastronomieverbands Fiepet Confesercenti Rom und Latium, der italienischen Tageszeitung «Il Messagero». Etwas anderes als «authentisch» zu vermarkten, sei falsch.

Es sei außerdem irreführend, das Gericht als schnellen Klassiker für ein Mittagsessen anzupreisen, so Pica. Zur Einordnung: Cacio e Pepe oder Carbonara sind für Rom das, was die Weißwurst für Bayern, Pommes für Belgien oder Crêpes für Frankreich sind. Laut Pica gehört die römische Küche zu den «kulinarischen Spitzenprodukten» des Landes. Der Verband habe deshalb eine Korrektur gefordert – und sogar die britische Botschaft in Rom informiert.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Blockierte Notausgänge, fehlender Brandschutz: Nach dem Pub-Feuer mit 30 Toten in Bangkok soll es Konsequenzen geben. Im Fokus stehen nicht nur Gesetze, sondern auch das Verhalten der Clubbetreiber.

Eine 40-jährige Frau ist in München in den Schacht eines Wäscheaufzugs gestürzt und schwer verletzt worden. Die Feuerwehr musste sie unter beengten Bedingungen mit einer Spezialtrage über zwei Stockwerke retten.

Das Castel Fragsburg bei Meran nimmt einen renovierten Tennisplatz in Betrieb. Die Anlage aus den 1970er-Jahren wurde nach einer langen Phase der Verwilderung für den Hotelbetrieb wieder instand gesetzt.

Neue Erkenntnisse nach der Feuerkatastrophe in Thailand: Ermittler sprechen von blockierten Notausgängen in dem Lokal und möglichen Verstößen gegen Brandschutzauflagen. Derweil steigt die Zahl der Toten.

27 Tote, mindestens 63 Verletzte – ein Brand in einem Lokal in der thailändischen Hauptstadt Bangkok erschüttert. Laut Bangkoks Gouverneur Chadchart Sittipunt prüfen die Ermittler unter anderem, ob Notausgänge versperrt gewesen seien und das Lokal die Brandschutzauflagen erfüllt habe. 

Auf ihrem Ryanair-Flug nach Bayern hören Passagiere kurz nach dem Start einen lauten Knall. Eine Fensterscheibe zerbricht, es folgen dramatische Szenen - und ein wohl glimpfliches Ende des Vorfalls.

Am 11. Juli 2025 startete am Landgericht Hamburg der spektakuläre Prozess um die Entführung der Block-Kinder. Was 63 Verhandlungstage später immer noch offen ist.

Kein Ganzkörper-Badeanzug für Musliminnen im Hotelpool? Das wertet die österreichische Justiz als Diskriminierung. Für die Tourismusbranche hat der Fall Signalwirkung.

Tausende protestieren in Tirana gegen Luxus-Resorts im Naturschutzgebiet – und setzen mit rosaroten Flamingos Regierungschef Edi Rama unter Druck. Bahnt sich im kleinen Balkanland ein Umbruch an?

Angebranntes Essen in einer Personalküche hat in Bad Reichenhall einen nächtlichen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Rund 250 Hotelgäste mussten das Gebäude verlassen, verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand.