Streit über Zutaten: Britisches Pasta-Rezept empört Italien

| War noch was…? War noch was…?

Ein Pasta-Rezept aus Großbritannien sorgt in Italien für Empörung. Die britische Rezept-Webseite «Goodfood» - ehemals von der BBC betrieben - hatte für das römische Traditionsgericht Cacio e Pepe vier Zutaten empfohlen, darunter Butter und Parmesan. Für italienische Köche ein Sakrileg: Die Empörung kennt man sonst vor allem von der hitzigen Debatte um Ananas auf der Pizza.

Das Problem: Das Originalrezept für das Gericht sieht anders aus. «Es gibt nicht vier, sondern drei Zutaten: Nudeln, Pfeffer und Pecorino», sagte Claudio Pica, Präsident des Gastronomieverbands Fiepet Confesercenti Rom und Latium, der italienischen Tageszeitung «Il Messagero». Etwas anderes als «authentisch» zu vermarkten, sei falsch.

Es sei außerdem irreführend, das Gericht als schnellen Klassiker für ein Mittagsessen anzupreisen, so Pica. Zur Einordnung: Cacio e Pepe oder Carbonara sind für Rom das, was die Weißwurst für Bayern, Pommes für Belgien oder Crêpes für Frankreich sind. Laut Pica gehört die römische Küche zu den «kulinarischen Spitzenprodukten» des Landes. Der Verband habe deshalb eine Korrektur gefordert – und sogar die britische Botschaft in Rom informiert.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Vorfall liegt bereits fünf Jahre zurück. Der Schauspieler hatte eine Hotelrechnung nicht bezahlt. Das Verfahren vor einem Gericht in Österreich geht nun in die nächste Runde.

Zum Ende des 81. Prozesstages um die Entführung der Block-Kinder hat die Nachricht von der Festnahme des ehemaligen BND-Präsidenten August Hanning wegen Spionageverdachts für Aufmerksamkeit gesorgt.

Fast 100 Euro für ein Sandwich – und trotzdem mehr als 1.000 Verkäufe im Monat: Das Frankfurter Zenzakan meldet einen Absatzrekord für sein Steak-Sandwich. Für das Wintergeschäft erwartet das Unternehmen weitere Zuwächse.

Die frühere Chefin der Subway-Einkaufskooperative IPC und ihr Bruder sollen über Jahre geheime Zahlungen von Lieferanten erhalten haben. Die US-Staatsanwaltschaft​​​​​​​ beziffert die mutmaßlich erlangten Gelder auf mehr als 80 Millionen Dollar.

Wegen eines defekten Aufzugs musste die Feuerwehr gestern Abend zum Berliner Funkturm ausrücken. Mehrere Gäste saßen im Restaurant und auf der Aussichtsplattform fest.

Nach einer Ohrfeige im Bierzelt entzieht Münchens Oberbürgermeister der Fraktion der Linken den Tisch in der Ratsboxe. Wie es dazu kam und welche Konsequenzen nun folgen.

Ursprünglich hatte es so ausgesehen, als ob Jimi Blue Ochsenknecht im Streit um eine jahrelang nicht bezahlte Hotelrechnung in Österreich ohne Verurteilung davonkommt. Doch die Staatsanwaltschaft war nicht einverstanden. Nun wurde eine Geldstrafe verhängt.

Wie viel Kritik ist erlaubt, wenn der eigene Hund im Restaurant an giftigen Mäuseköder gelangen konnte? Ein Gericht erklärt, ob emotionale Insta-Posts in diesem Fall rechtens sind.

Es begann mit einer teuren Geburtstagsfeier in Tirol und einer offenen Rechnung. Haftbefehl und Verhaftung folgten. Nun soll ein Urteil fallen - allerdings ohne Ochsenknecht.

Russen und Ukrainer lieben ungeachtet des Krieges beim Essen weiter ihre kulinarischen Klassiker wie Borschtsch und Bliny. Die russische Parlamentsküche hat nun aber ein berühmtes Gericht umbenannt.