Foto: Auch Meisterklasse ist ein Format mit Tim Mälzer bei Vox. Foto: RTL / Hendrik Lüders
Der Fernsehkoch Tim Mälzer hat sich besorgt über die Auswirkungen der Sparmaßnahmen bei der RTL-Gruppe auf seine Sendung Kitchen Impossible geäußert. In einem Gespräch im Podcast Hazel Thomas Hörerlebnis thematisierte der 55-Jährige ein mögliches Ende des Formats, sollten die Budgetkürzungen die inhaltliche Substanz der Show beeinträchtigen.
Vorbehalte gegenüber Einsparungen am Produkt
Mälzer erklärte, dass innerhalb der Produktion derzeit über Möglichkeiten zur Kostenreduzierung nachgedacht werde. Er betonte jedoch eine klare Grenze für diesen Prozess: „Wir sollen einsparen, wir überlegen auch, intelligente Einsparungen zu machen“, so der Gastronom. Er stellte jedoch unmissverständlich klar, dass die Qualität der Sendung nicht leiden dürfe. „Allerdings darf nicht am Produkt gespart werden, weil wenn das stattfindet, dann habe ich gesagt: Dann höre ich auf.“
Der Hamburger Gastronom, der seit rund zehn Jahren im Kochduell auf dem Sender Vox gegen verschiedene Kontrahenten antritt, bezeichnete sich als Gegner von pauschalen Sparvorgaben. Er sei „kein großer Freund von Einsparungsmaßnahmen“ und habe „noch nie beobachtet, dass das irgendwo funktioniert hat“.
Sorge um Verlust kreativer Inhalte
Als mahnendes Beispiel nannte Mälzer die Entwicklung in der Zeitschriftenbranche. Dort habe er selbst miterlebt, wie im Zuge von Einsparungen „die ganzen Kreativen rausgeschmissen“ worden seien. In der Folge habe man nur noch auf Zahlen geschaut. „Und davor habe ich auch bei 'Kitchen' insbesondere Angst“, betonte der TV-Star.
Die Äußerungen Mälzers stehen im Zusammenhang mit der Ankündigung von RTL Deutschland aus dem Dezember, insgesamt etwa 600 Stellen zu streichen. Das Unternehmen begründete diesen Schritt mit der schwierigen wirtschaftlichen Lage sowie dem strukturellen Wandel im gesamten Medienmarkt. Die RTL-Gruppe betreibt in Deutschland neben dem Hauptsender RTL unter anderem die Kanäle ntv und Vox sowie den Streamingdienst RTL+. Inwiefern die Kürzungen die Produktion von Kitchen Impossible im Detail verändern werden, bleibt abzuwarten. Mälzer stellt jedoch klar, dass für ihn der Erhalt der gewohnten Qualität die Voraussetzung für eine weitere Zusammenarbeit bleibt.












