Workation-Ranking: Berlin als einzige deutsche Stadt in Top 50

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Die deutsche Bundeshauptstadt Berlin hat als einzige deutsche Metropole den Sprung unter die besten 50 Ziele im internationalen Ranking für eine Workation geschafft. Nach Angaben der International Workplace Group rangiert die Stadt im aktuellen Work from Anywhere Index auf Platz 30. Den Spitzenplatz des weltweiten Rankings nimmt Bangkok ein, gefolgt von Tokio auf dem zweiten und Barcelona auf dem dritten Rang.

Internationale Metropolen führen

Die Top 10 der weltweiten Workation-Ziele setzt sich aus Städten unterschiedlicher Regionen zusammen. hinter dem Führungs-Trio Bangkok, Tokio und Barcelona folgen Porto auf dem vierten sowie Vancouver auf dem fünften Rang. Die Plätze sechs bis zehn belegen Budapest, Neapel, Medellín, Lissabon und Seoul. Das Ranking bewerte Städte auf Basis von Kriterien wie Klima, Internetgeschwindigkeit, Unterkünften, Verkehrsanbindung, Gastronomie, Kultur sowie der Verfügbarkeit flexibler Arbeitsplätze.

Im vierten Jahr seines Bestehens wird der Index erstmals von Bangkok angeführt. In den vergangenen Jahren hatten Barcelona, Budapest und Tokio jeweils den Spitzenplatz belegt. Für die Erstellung der Rangliste spiele neben der Freizeitattraktivität insbesondere die Kombination aus Infrastruktur und Arbeitsmöglichkeiten eine Rolle.

Steigende Relevanz für Beschäftigte

Begleitend zum Index verweist die International Workplace Group auf Ergebnisse einer von ihr beauftragten Studie. Laut der Erhebung verzeichnen 51 Prozent der befragten Beschäftigten eine entsprechende Regelung bei ihrem Arbeitgeber. 90 Prozent der Befragten geben an, dass mobiles Arbeiten von jedem Ort ihre Ausgewogenheit zwischen Beruf und Privatleben verbessere. Zudem berichten 80 Prozent von einer höheren Produktivität durch diese Flexibilität.

Die Option auf mobiles Arbeiten beeinflusse auch die Arbeitgeberwahl. Für 80 Prozent der Befragten gestalte eine entsprechende Regelung eine neue Stelle attraktiver. 62 Prozent erklären, für bessere Rahmenbedingungen beim mobilen Arbeiten den Arbeitgeber wechseln zu wollen. Eine Untersuchung von PwC Deutschland bestätigt diesen Trend für den deutschen Markt, wo knapp die Hälfte der Beschäftigten mobiles Arbeiten als wichtiges Kriterium bei der Wahl des Arbeitgebers ansieht.

Flexible Arbeitsmodelle zur Verlängerung von Privatreisen

Die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten verändert nach Feststellung der Studienautoren das Reiseverhalten. 48 Prozent der Befragten planen im Jahr 2026, einen Urlaub oder Kurztrip durch mobiles Arbeiten zu verlängern. 46 Prozent geben an, dies eher zu tun als noch im Vorjahr. Zudem haben 43 Prozent bereits von einem Urlaubsort aus gearbeitet, ohne dafür Urlaubstage in Anspruch zu nehmen.

Als Hauptmotiv für eine verlängerte Reise nennen 54 Prozent die Vermeidung von Belastung und die Förderung des eigenen Wohlbefindens. 53 Prozent streben mehr Zeit mit Familie und Freunden an, während 52 Prozent den Jahresurlaub effizienter nutzen wollen. 51 Prozent führen gestiegene Lebenshaltungskosten als Grund an, Arbeits- und Urlaubsaufenthalte zu verbinden.

Stabile Internetverbindung wichtigstes Kriterium

Bei der Entscheidung für ein Reiseziel steht eine verlässliche Internetverbindung im Vordergrund. 38 Prozent der Befragten bezeichnen stabiles Internet als wichtigstes Auswahlkriterium. Jeweils 12 Prozent entfallen auf die Kriterien Unterkünfte, Gastronomie und Verkehrsanbindung. Bei der digitalen Infrastruktur verweist der Bitkom-Länderindex 2026 für Berlin auf einen Wert von 70 von 100 Punkten.

Gleichzeitig äußern Beschäftigte den Wunsch nach klaren Vorgaben seitens der Unternehmen. 44 Prozent würden eher mobil von unterwegs arbeiten, wenn sichergestellt wäre, dass sich dies nicht negativ auf die Leistungsbeurteilung auswirkt. 39 Prozent sprechen sich für eindeutig formulierte Unternehmensrichtlinien aus.

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