Der Zoll zieht Bilanz: Im Jahr 2025 führt das Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe die Statistik der eingeleiteten Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren an. Mit einer Gesamtschadenssumme von 675 Millionen Euro und neuen digitalen Befugnissen verschärft die Finanzkontrolle Schwarzarbeit ihr Vorgehen gegen illegale Beschäftigungsstrukturen.
Wenn der Chef die Urlaubswünsche für das ganze Jahr haben möchte, fängt das große Grübeln an. Denn nicht immer ist alles schon durchgeplant. Darf er das überhaupt verlangen?
Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat entschieden: Wer für Unternehmen schlechte Google-Bewertungen entfernen oder beanstanden will, benötigt dafür unter Umständen eine rechtliche Zulassung. Hotelverband und DEHOGA sagen, was dies für das Gastgewerbe bedeutet.
Für einen Liter Benzin musste ein durchschnittlicher Arbeitnehmer im April fünf Minuten arbeiten. Der Ölpreisanstieg durch den Iran-Krieg ist aber weniger heftig als nach Ausbruch des Ukraine-Kriegs.
Dank der guten Konjunktur wird in Deutschland weniger schwarz gearbeitet. Der Anteil der sogenannten Schattenwirtschaft an der gesamten Wirtschaftsleistung soll dementsprechend um 0,4 Punkte auf 10,8 Prozent fallen, so das Tübinger Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung und die Uni Linz. Der Rückgang könnte jedoch durch die Flüchtlingskrise abgebremst werden. Die Forscher rechnen damit, dass viele Schutzsuchende zunächst illegale Jobs als Putzkraft oder auf dem Bau annehmen werden.
Die Deutschen geben weiter gerne Geld aus. Das GfK-Barometer für Konsumklima blieb im Februar bei 9,4 Punkten. Damit trotze es den zuletzt gestiegenen Risiken, so die Gesellschaft für Konsumforschung. Ökonomen hatten eigentlich einen leichten Rückgang vorhergesagt. Grund für die gute Stimmung sind unter anderem die anhaltend stabile Beschäftigung und niedrige Zinsen für Sparer.
Fast jeder zweite deutsche Mittelständler kann seine Auftragslage nicht voll ausschöpfen, weil ihm die geeigneten Fachkräfte fehlen, so das gestern veröffentlichte Mittelstandsbarometer von Ernst & Young. Der dadurch entstandene Schaden wird von den Beratern auf etwa 46 Milliarden Euro geschätzt. Besonders unzufrieden waren die Befragten dennoch nicht. 56 Prozent von ihnen gaben an, mit ihrer Geschäftslage vollends zufrieden zu sein.
Die heimischen Betriebe des Gastgewerbes setzten laut Statistischem Bundesamt im November 2015 real 1,4 Prozent mehr um als im Vorjahresmonat. Nominal betrug der Zuwachs 3,7 Prozent. Die Beherbergungsunternehmen erzielten dabei real 2,1 Prozent und nominal 3,4 Prozent mehr als im November 2014. In der Gastronomie lagen die Umsätze real 1,0 und nominal 3,8 Prozent höher. Die Caterer freuten sich über eine Steigerung von real 5,1 Prozent und nominal 7,2 Prozent.
Der deutschen Wirtschaft geht es prächtig. Im vergangenen Jahr wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dementsprechend um 1,7 Prozent. Dies war der stärkste Anstieg seit 2011. Hauptursache für die guten Zahlen war der Konsum. Durch die gestiegene Beschäftigung im letzten Jahr hatten die Verbraucher wieder mehr Geld in der Tasche, zudem wurden die Tariflöhne kräftig erhöht. Die Preise in Deutschland stiegen hingegen nur gering.
Die deutschen Beherbergungsbetriebe verbuchten im November 2015 28,3 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste. Dies war ein Plus von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, so das Statistische Bundesamt. Die Zahl der Übernachtungen ausländischer Gäste erhöhte sich dabei um sieben Prozent auf 5,2 Millionen. Die Übernachtungszahl der Gäste aus Deutschland stieg um drei Prozent auf 23,1 Millionen. Damit steuert die Branche für 2015 auf einen weiteren Rekord zu.
Die Ausbildungsvergütungen sind im vergangenen Jahr ordentlich gestiegen. Im Westen des Landes lag der Durchschnitt bei 832 Euro im Monat, im Osten bei 769 Euro. Dies entspricht einer Steigerung um 3,7 beziehungsweise 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, so das Bundesinstitut für Berufsbildung. Auch im Gastgewerbe wurden in 2015 die Vergütungen erhöht. Trotz des überdurchschnittlichen Anstiegs landeten die Azubis trotzdem nur im hinteren Drittel.
Seit 1986 erhebt das britische Wirtschaftsmagazin „The Economist“ den sogenannten Big-Mac-Index, um so die wahre Kaufkraft von Währungen zu vergleichen. Da der Burger überall gleich zubereitet wird, müsste er schließlich auch überall das gleiche kosten. In den meisten Ländern variieren die Preise jedoch viel stärker, als es die Währungskurse rechtfertigen würden.