Zahlen & Fakten

Zahlen & Fakten

Der Zoll zieht Bilanz: Im Jahr 2025 führt das Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe die Statistik der eingeleiteten Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren an. Mit einer Gesamtschadenssumme von 675 Millionen Euro und neuen digitalen Befugnissen verschärft die Finanzkontrolle Schwarzarbeit ihr Vorgehen gegen illegale Beschäftigungsstrukturen.

Wenn der Chef die Urlaubswünsche für das ganze Jahr haben möchte, fängt das große Grübeln an. Denn nicht immer ist alles schon durchgeplant. Darf er das überhaupt verlangen?

Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat entschieden: Wer für Unternehmen schlechte Google-Bewertungen entfernen oder beanstanden will, benötigt dafür unter Umständen eine rechtliche Zulassung. Hotelverband und DEHOGA sagen, was dies für das Gastgewerbe bedeutet.

Für einen Liter Benzin musste ein durchschnittlicher Arbeitnehmer im April fünf Minuten arbeiten. Der Ölpreisanstieg durch den Iran-Krieg ist aber weniger heftig als nach Ausbruch des Ukraine-Kriegs.

Die deutschen Verbraucher sind in bester Kauflaune. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, erhöhte sich der Konsum im vergangenen Jahr um 1,9 Prozent – einen derart starken Anstieg hatte es zuletzt im Jahr 2000 gegeben. Ursache dafür waren in erster Linie die niedrigen Zinsen, die geringe Inflation und der brummende Arbeitsmarkt.

Die Übernachtungszahlen sind auch im Januar deutlich gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt gestern mitteilte, kam es in den hiesigen Herbergen zu 23,6 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste. Dies war ein Plus von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Zahl der Übernachtungen ausländischer Gäste stieg dabei um sechs Prozent auf 4,3 Millionen. Die Übernachtungszahl deutscher Gäste kletterte um fünf Prozent auf 19,3 Millionen.

Nach Schätzungen der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung sind im vergangenen Jahr durch Streiks rund zwei Millionen Arbeitstage ausgefallen. Demnach beteiligten sich rund 1,1 Millionen Menschen an den Arbeitskämpfen. Den größten Teil davon stellten die 885.000 Beteiligten an den Warnstreiks der IG Metall. An den Arbeitskämpfen bei der Lufthansa und der Deutschen Bahn nahmen vergleichsweise wenig Personen teil.

Der heimische Arbeitsmarkt entwickelt sich glänzend. Wie die Agentur für Arbeit mitteilte, waren im Februar nur noch 2,911 Millionen Menschen ohne festen Job – dies ist das beste Februar-Ergebnis seit 1991. Die monatliche Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf 6,6 Prozent. Als Grund für die guten Zahlen wurde das milde Winterwetter genannt.

Die Schweizer Hotels verzeichneten im vergangenen Jahr 35,6 Millionen Übernachtungen. Dies war ein Rückgang um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Den größten Einbruch gab es aufgrund des starken Frankens bei den europäischen Urlaubern mit einem Verlust von 9,3 Prozent. Die Europäer sorgten dadurch nur noch für 11,8 Millionen Übernachtungen – der niedrigste Wert seit 1958.

Für die InterContinental Hotels Group (IHG) lief das vergangene Geschäftsjahr wirklich glänzend. Wie CEO Richard Solomons gestern verkündete, stieg der Gewinn um elf Prozent auf 650 Millionen Dollar. Der RevPAR wuchs um 4,4 Prozent. Der Interconti-Chef hatte aber noch weitere gute Nachrichten dabei: Neben einer Erhöhung der Gesamtdividende um zehn Prozent soll es noch eine Sonderausschüttung über 1,5 Milliarden Dollar geben.

Der französische Hotelriese Accor hat ein glänzendes Geschäftsjahr hinter sich. Wie das Unternehmen gestern mitteilte, legte der Umsatz um 2,3 Prozent auf knapp 5,6 Milliarden Euro zu. Der Gewinn stieg um stolze 9,4 Prozent auf 244 Millionen Euro. Deutschland war mit einem Umsatzplus von 4,5 Prozent einer der kräftigsten Wachstumsmotoren Europa.  

Das heimische Gastgewerbe hat im vergangenen Jahr einen neuen Umsatzrekord aufgestellt. Wie das Statistische Bundesamt gestern mitteilte, betrug der nominale Zuwachs 4,2 Prozent. Dies war die höchste nominale Zuwachsrate seit 1994. Preisbereinigt wurden 1,7 Prozent mehr umgesetzt. Auch die Anzahl der Beschäftigten stieg um 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Dehoga nannte die Zahlen zwar erfreulich, steigende Umsätze seien aber noch kein Garant für bessere Betriebsergebnisse.