Darf der Chef festlegen, wann ein Mitarbeiter Pause machen muss?

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Wem wie viel Pausenzeit während der Arbeit zusteht, ist gesetzlich klar geregelt. Doch wie sieht das mit der Aufteilung aus: Kann der Arbeitgeber einfach vorschreiben, wann man zu pausieren hat?

Ja, aber in bestimmten Grenzen. «Der Arbeitgeber ist im Rahmen seines Weisungsrechts frei darin, die zeitliche Lage und die Dauer der Pausen zu bestimmen», erklärt Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht. 

Dabei gelten für ihn die Vorgaben, die das Arbeitszeitgesetz macht. Und: Gibt es einen Betriebsrat, dann kann das Unternehmen die Pausen nicht im Alleingang festlegen. Der Rat hat in diesem Fall ein Mitbestimmungsrecht.

Feste Regeln bei der Einteilung der Pause

Das Gesetz sieht vor, dass bei Arbeitszeiten ab sechs bis neun Stunden eine mindestens dreißigminütige Pause verpflichtend ist – bei Schichten, die länger als neun Stunden dauern, muss es eine Pause von 45 Minuten geben. Dabei muss beachtet werden, dass Arbeitnehmer spätestens sechs Stunden nach Arbeitsbeginn in die Pause gehen müssen. Länger dürfen sie nicht ohne Ruhepause beschäftigt werden.

Eine einzelne Pause muss aber nicht die kompletten 30 beziehungsweise 45 Minuten andauern. Stattdessen kann sie auch in Zeitabschnitte von jeweils mindestens 15 Minuten geteilt werden. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im September wieder unter die Drei-Millionen-Grenze gefallen. Dennoch fällt die Herbstbelebung in diesem Jahr schwach aus.

Destatis meldet für 2025 einen Anteil von 56 Prozent Beschäftigten mit Einwanderungsgeschichte unter Köchen. Im gastronomischen Service lag er bei 47 Prozent, im Hotelservice bei 40 Prozent.

Die Unternehmen in Deutschland treten beim Stellenabbau auf die Bremse. Das Beschäftigungsbarometer des Münchner Ifo-Instituts ist den dritten Monat in Folge gestiegen. Eine echte Erholung sei aber noch nicht in Sicht, so das Institut.

Wer in den Feierabend geht, möchte bis zur nächsten Schicht nicht über die Arbeit nachdenken. Doch was passiert, wenn in der Zwischenzeit eine wichtige Nachricht eingeht? Müssen Arbeitnehmer diese auch außerhalb der eigentlichen Arbeitszeit beantworten?

„Nachhaltiges Hotel“, „umweltfreundliches Frühstück“ oder „klimaneutrale Übernachtung“: Seit dem 27. September gelten strengere Vorgaben für Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen. Hotels und Restaurants sollten ihre Werbung auf Websites, in Buchungsstrecken, auf Speisekarten und in weiteren Materialien überprüfen.

Eine NGG-Sonderauswertung des DGB-Ausbildungsreports 2026 weist auf hohe psychische Belastungen und Überstunden unter Auszubildenden im Hotel- und Gastgewerbe hin. Die Gewerkschaft bewertet die Zahlen kritisch und verweist auf Personalmangel und Arbeitsverdichtung.

37 Prozent der Menschen ab 14 Jahren nutzen KI-Onlinetools mindestens wöchentlich, nach 22 Prozent im Vorjahr. Die ARD/ZDF-Medienstudie zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen.

Prompten, recherchieren, automatisieren: Wie wichtig wird Künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt? Einer repräsentativen Umfrage der IU Internationalen Hochschule in Erfurt zufolge erwarten etwas mehr als die Hälfte der Arbeitnehmenden, dass KI-Kompetenzen wichtige Voraussetzung für den Jobeinstieg werden. 

Das Gastgewerbe verzeichnete im August 2026 laut DATEV ein Umsatzplus von 10,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Löhne stiegen in der Branche.

Viele Bewerber wünschen sich individuelle und zeitnahe Absagen, erleben einer Umfrage zufolge jedoch häufig Standardformulierungen, lange Wartezeiten oder ausbleibende Rückmeldungen. Eine schlechte Absage habe bei 65,0 Prozent zur Folge, dass sie sich nicht erneut bei dem betreffenden Arbeitgeber bewerben würden.