Gastgewerbe besonders stark von Mindestlohnerhöhung auf 13,90 Euro betroffen

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Die Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns auf 13,90 Euro zum 1. Januar 2026 hat branchenübergreifend Auswirkungen, trifft jedoch das Gastgewerbe in besonderem Maße. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist fast jeder zweite Arbeitsplatz in dieser Branche von der neuen Lohnuntergrenze betroffen.

Fast die Hälfte aller Beschäftigungsverhältnisse betroffen

Innerhalb der Gastronomie und Hotellerie liegt der Anteil der Jobs, die rechnerisch angepasst werden mussten, bei 47 Prozent. Damit weist das Gastgewerbe im Vergleich zu allen anderen Wirtschaftszweigen die höchste Betroffenheit auf. Zum Vergleich: In der Branche Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei sind es 37 Prozent, während die öffentliche Verwaltung mit rund 1 Prozent kaum Auswirkungen verzeichnet.

Auswirkungen auf die Kostenstruktur

Die Schätzungen der Statistiker basieren auf der Verdiensterhebung vom April 2025. Für die betroffenen Betriebe bedeutet die Umsetzung der Lohnsteigerung eine Erhöhung der Verdienstsumme um bis zu 6 Prozent. Diese 275 Millionen Euro an zusätzlichen Bruttoverdiensten verteilen sich zwar auf alle 4,8 Millionen betroffenen Jobs bundesweit, konzentrieren sich jedoch aufgrund der Quote von 47 Prozent massiv auf das Gastgewerbe.

Ausblick auf die weitere Entwicklung 2027

Die Belastung für das Gastgewerbe wird voraussichtlich im kommenden Jahr weiter steigen. Zum 1. Januar 2027 ist eine Erhöhung des Mindestlohns auf 14,60 Euro geplant. Nach aktuellem Datenstand werden dann bundesweit bis zu 7 Millionen Jobs (circa 18 Prozent aller Beschäftigungsverhältnisse) betroffen sein. Da das Gastgewerbe bereits bei der aktuellen Stufe die höchste Betroffenheit zeigt, ist hier auch für 2027 mit signifikanten Auswirkungen auf die Lohngefüge zu rechnen.

Methodische Einordnung der Zahlen

Das Statistische Bundesamt weist darauf hin, dass die genannten Zahlen als Obergrenzen zu verstehen sind. Die Berechnungen gehen davon aus, dass die Beschäftigtenstruktur seit April 2025 gleichgeblieben ist und keine anderweitigen Gehaltssprünge stattfanden. Zudem sind Auszubildende, Minderjährige und Praktikanten aufgrund gesetzlicher Ausnahmen nicht in diesen Statistiken enthalten.


SEO-Keywords: Gastgewerbe, Gastronomie, Mindestlohn 13,90 Euro, Statistisches Bundesamt, Lohnkosten Gastronomie, Hotellerie, Verdiensterhebung, Mindestlohnerhöhung 2026


Teaser: Fast jeder zweite Job im Gastgewerbe ist von der Erhöhung des Mindestlohns auf 13,90 Euro betroffen. Mit einer Quote von 47 Prozent steht die Branche vor deutlich größeren Herausforderungen als der Rest der Wirtschaft, wie aktuelle Daten des Statistischen Bundesamtes belegen.

Zurück

Vielleicht auch interessant

Negative Bewertungen, virale Videos oder öffentliche Konflikte können für Hotels innerhalb weniger Stunden zu einem erheblichen Reputationsrisiko werden. Der Hotelverband Deutschland (IHA) hat deshalb ein Krisenhandbuch für den Umgang mit Social-Media-Krisen sowie eine Social-Media-Charta für Mitarbeitende veröffentlicht.

Kopfschmerzen, Erschöpfung, Erkältung: Viele erleben Krankheitssymptome ausgerechnet kurz nach dem Urlaubsstart. Was dahintersteckt und wie sich Leisure Sickness vermeiden lässt.

Eine digitale Karte zeigt, wo sich aktuell Schatten befindet und wie sich dieser im Tagesverlauf verändert. Die Anwendung kann unter anderem bei der Planung von Restaurantbesuchen, Ausflügen und Stadtbesichtigungen an heißen Tagen helfen.

Während Branche und Politik über die Zukunft der Minijobs diskutiert, zeigen aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit, welche Bedeutung die geringfügige Beschäftigung für das Gastgewerbe hat. Im April 2026 lag die Zahl der Minijobber in der Branche 7,6 Prozent über dem Vorkrisenniveau von 2019.

Das Angebot trockener Weine aus deutschen Kellern nimmt weiter zu. Wie das Deutsche Weininstitut mitteilt, wurden im vergangenen Jahr 53 Prozent aller deutschen Qualitäts- und Prädikatsweine in der trockenen Geschmacksrichtung angeboten.

Die Zahl der Firmeninsolvenzen in Deutschland ist im zweiten Quartal 2026 auf den höchsten Stand seit 21 Jahren gestiegen. Das IWH registriert neue Höchstwerte in zahlreichen Branchen – darunter auch im Gastgewerbe.

Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland ist im zweiten Quartal weiter gestiegen und hat den höchsten Stand seit mehr als 20 Jahren erreicht. Und ein Ende ist nicht in Sicht.

Eine Umfrage der Meininger Hotels beleuchtet die Sicherheitsbedenken alleinreisender Frauen. Während deutsche Urlauberinnen im Ländervergleich am häufigsten solo verreisen, bleibt die Sorge vor unsicheren Situationen in der Nacht im öffentlichen Raum die größte Barriere.

Mehr als die Hälfte der Deutschen ist gegen die von der Koalition geplante Ausweitung der sachgrundlosen Befristung bei Einstellungen. In einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur lehnen die Reform insgesamt 54 Prozent ab, 26 Prozent befürworten sie.

Eine Umfrage belegt, dass jeder dritte Deutsche nur unzureichende Kenntnisse über Gebühren bei Auslandszahlungen besitzt. Besonders ältere Personen und Verbraucher mit geringerem Einkommen zeigen sich verunsichert.