Gastgewerbe bleibt trotz Erholung im Mittelstand im Juni 2026 weiter im Umsatzminus

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Während sich der deutsche Mittelstand im Juni 2026 nach Angaben der DATEV eG insgesamt leicht erholt hat, bleibt das Gastgewerbe hinter dieser Entwicklung zurück. Der saison- und kalenderbereinigte DATEV-Mittelstandsindex weist für die Branche einen Umsatzrückgang von 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat aus. Der Gesamtindex legte dagegen um 2,7 Prozent zu.

Gastgewerbe gehört weiter zu den Branchen mit Umsatzrückgängen

Nach Angaben von DATEV entwickelten sich die Branchen im Juni unterschiedlich. Das Baugewerbe verzeichnete gegenüber dem Vorjahresmonat ein Umsatzplus von 1,2 Prozent. Dagegen lagen Handel mit minus 2,7 Prozent, das Gastgewerbe mit minus 2,2 Prozent sowie das Verarbeitende Gewerbe mit minus 2,0 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres.

Der positive Trend im Gesamtindex wurde vor allem von mittleren Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten getragen. Sie steigerten ihre Umsätze gegenüber dem Vorjahr um 7,1 Prozent. Kleine Unternehmen kamen auf ein Plus von 1,2 Prozent, während Kleinstunternehmen einen Rückgang von 2,9 Prozent verzeichneten.

DATEV warnt vor voreiligen Schlüssen aus den aktuellen Zahlen

DATEV-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Robert Mayr bewertet den Anstieg des Gesamtindex zurückhaltend: „Auch wenn der Umsatzanstieg im Juni erfreulich ist, sollte er vor dem Hintergrund eines schwachen Vorjahresmonats nicht überbewertet werden. Insbesondere die Kleinstunternehmen bleiben rückläufig und die Lohnkosten steigen weiter deutlich. Der Mittelstand stabilisiert sich punktuell, ist aber von einer breiten Erholung noch weit entfernt.“

Parallel dazu erhöhten sich die Lohnkosten im Mittelstand weiter. Saison- und kalenderbereinigt lagen sie 6,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Den stärksten Anstieg registrierte DATEV mit 7,8 Prozent im Baugewerbe.

Bei der Beschäftigung zeigt sich nach Angaben der Genossenschaft insgesamt nur wenig Bewegung. Während mittlere Unternehmen trotz steigender Umsätze ihre Beschäftigung um 0,6 Prozent reduzierten, bauten Kleinstunternehmen ihre Beschäftigung um 0,7 Prozent aus, obwohl ihre Umsätze zurückgingen.

Der DATEV Mittelstandsindex wird seit September 2024 monatlich veröffentlicht. Die Auswertung basiert auf anonymisierten Umsatzsteuerdaten von mehr als einer Million Unternehmen sowie Lohn- und Gehaltsabrechnungen von über acht Millionen Arbeitnehmern. Der Wert für Juni 2026 ist nach Angaben von DATEV eine Hochrechnung.

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