Gastgewerbe in Sachsen-Anhalt kämpft mit Umsatzrückgang

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Sachsen-Anhalts Gastgewerbe hat im ersten Halbjahr erneut weniger umgesetzt. Preisbereinigt sanken die Erlöse von Januar bis Juni um 4,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Landesamt mitteilte. Weil die Preise gestiegen sind, stand in jeweiligen Preisen dennoch ein Umsatzplus von 2,2 Prozent. Zugleich beschäftigten die Betriebe 3,1 Prozent weniger Menschen.

Gastronomie besonders unter Druck

Besonders unter Druck stand die Gastronomie. Dort gingen die realen Umsätze um 5,8 Prozent zurück. Restaurants, Gaststätten, Imbissstuben und Cafés verzeichneten sogar ein Minus von 9,3 Prozent. Die Zahl ihrer Beschäftigten sank um 5,3 Prozent.

Im Beherbergungswesen fiel der Rückgang geringer aus: Preisbereinigt lagen die Umsätze 2,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Für Hotels, Hotels garni, Gasthöfe und Pensionen wurde ein Minus von 1,9 Prozent ausgewiesen. Besonders stark brachen die realen Umsätze auf Campingplätzen ein, sie lagen 16,1 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor.

Schwächephase setzt sich fort

Die Entwicklung setzt einen länger erkennbaren Trend fort. Bereits im vergangenen Jahr waren die realen Umsätze im Gastgewerbe Sachsen-Anhalts gesunken, besonders in der Gastronomie. Branchenvertreter wie der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Dehoga nannten dafür unter anderem hohe Energie-, Personal- und Lebensmittelkosten sowie eine Zurückhaltung der Verbraucher. (dpa)


 

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