Ifo-Geschäftsklima verbessert sich trotz Omikron

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Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich zu Jahresbeginn trotz der grassierenden Omikron-Welle verbessert. Das Ifo-Geschäftsklima, Deutschlands wichtigstes Konjunkturbarometer, stieg von Dezember auf Januar um 0,9 Punkte auf 95,7 Zähler, wie das Ifo-Institut am Dienstag in München mitteilte. Es ist die erste Aufhellung seit Mitte vergangenen Jahres. Analysten hatten dagegen mit einer weiteren Eintrübung gerechnet.

«Die deutsche Wirtschaft startet mit einem Hoffnungsschimmer ins neue Jahr», kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Zwar bewerten die befragten Unternehmen die aktuelle Lage etwas schlechter als im Vormonat. Die Erwartungen für das kommende halbe Jahr stiegen jedoch deutlich an. Trotz der aktuellen Corona-Welle mit der besonders ansteckenden Omikron-Variante hellte sich das Geschäftsklima in allen betrachteten Branchen auf.

Besonders deutlich verbesserte sich die Stimmung in der Industrie. Die Liefersituation mit Engpässen bei vielen Vorprodukten und Rohstoffen habe sich im verarbeitenden Gewerbe und am Bau etwas entspannt, erklärte das Ifo-Intitut. Diese Engpässe belasten die beiden Branchen seit Monaten. Die Dienstleister und der Handel blicken zwar weniger pessimistisch in die Zukunft, die aktuelle Lage bewerten sie jedoch ungünstiger. Letzteres dürfte Folge neuer Corona-Beschränkungen sein.

Bankvolkswirte nahmen die Umfrageresultate positiv auf. «Die deutsche Wirtschaft scheint aus dem Winterloch herauszukommen», kommentierte Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank, die Situation. «Vor allem der Dienstleistungssektor wittert Morgenluft.» Auch die Landesbank Hessen-Thüringen äußerte sich grundsätzlich zuversichtlich. Die Stimmungserholung lasse trotz Omikron-Welle, Lieferkettenprobleme und hoher Preissteigerungen auf eine wirtschaftliche Erholung in den kommenden Monaten hoffen, meinte Ökonom Ulrich Wortberg.

Das Ifo-Geschäftsklima ist eine monatliche Umfrage unter rund 9000 Unternehmen. Befragt werden sie nach ihrer gegenwärtigen Geschäftslage und ihren Erwartungen für die nächsten sechs Monate. Das Geschäftsklima der Münchner Forscher gilt als wichtigster konjunktureller Frühindikator für die deutsche Wirtschaft. (dpa)


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