Jedes dritte Unternehmen in Deutschland arbeitet weitestgehend papierlos

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Die Unternehmen in Deutschland verzichten bei ihrer Büro- und Verwaltungsarbeit zunehmend auf Papier. So geben sechs Prozent der Geschäftsführer, Vorstände oder Geschäftsleiter an, dass die Geschäftsprozesse in ihren Unternehmen mittlerweile komplett ohne Papier auskommen. Weitere 30 Prozent arbeiten überwiegend papierlos, gestalten damit also rund 75 Prozent ihrer Büroprozesse digital. Das ist das Ergebnis einer Befragung unter 1.104 Unternehmen aller Branchen ab 20 Mitarbeitern in Deutschland, die im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt wurde.
Die Studie ist repräsentativ für die Gesamtwirtschaft. Demnach spielt Papier aber in jedem vierten Unternehmen auch noch eine sehr große Rolle: 8 Prozent arbeiten komplett und weitere 18 Prozent weitestgehend, also zu drei Vierteln papierbasiert. Ein weiteres Drittel (36 Prozent) arbeitet nach eigenen Angaben zweigleisig, setzt also etwa zur Hälfte Papier und digitale Formate ein.

„Die deutsche Wirtschaft macht bei der Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse weiter Fortschritte. Das hat nicht nur ökonomische, sondern auch ökologische Vorteile: Dokumente können ortsunabhängig und schnell gefunden und bearbeitet werden, es werden keine meterlangen Regale oder Aktenschränke benötigt und schließlich schont der Verzicht auf Papier die Umwelt“, sagt Nils Britze, Bereichsleiter Digitale Geschäftsprozesse beim Bitkom. Große Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern sind beim Papierverzicht besonders weit: Hier sind die Büro- und Verwaltungsprozesse schon bei jedem zehnten Unternehmen komplett digital.

Öffentliche Verwaltung geht bei digitalen Akten voran

Vorreiter sind große Unternehmen auch, wenn es darum geht, bereits bestehende Papierakten zu digitalisieren: Zwei Drittel (66 Prozent) der Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern haben Papierakten weitestgehend (20 Prozent) oder teilweise (46 Prozent) in ein digitales Format überführt. Etwas anders sieht es in der Gesamtwirtschaft aus. Jedes achte Unternehmen (12 Prozent) hat Papierakten weitgehend digitalisiert, weitere 33 Prozent teilweise. Bei einem Branchenvergleich zeigt sich aber die Öffentliche Verwaltung als besonders fortschrittlich, die in der Studie ebenfalls – aber nicht repräsentativ – betrachtet wurde.

Jede fünfte Behörde (20 Prozent) hat demnach ihre Akten weitestgehend digitalisiert, weitere 67 Prozent haben dies teilweise getan. Damit liegt die Öffentliche Verwaltung etwa vor Banken und Finanzdienstleistern (weitgehend digitalisiert: 22 Prozent, teilweise digitalisiert: 36 Prozent) oder der Automobilindustrie (weitgehend digitalisiert: 9 Prozent, teilweise digitalisiert: 40 Prozent). Das Schlusslicht bilden die Unternehmen aus dem Bereich Chemie, Pharma und Lebensmittelindustrie (weitgehend digitalisiert: 7 Prozent, teilweise digitalisiert: 25 Prozent).


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