Mehr Beschäftigte, weniger Stellenangebote im Gastgewerbe

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Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Gastgewerbe ist im März 2026 auf 1.088.600 Personen gestiegen. Das sind 20.201 Beschäftigte beziehungsweise 1,9 Prozent mehr als im März 2019 und 7.199 Beschäftigte beziehungsweise 0,7 Prozent mehr als im März 2025. Das geht aus aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit hervor, auf die der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) verweist.

Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten steigt weiter an

Nach den vorliegenden Daten liegt die Beschäftigung im Gastgewerbe damit weiterhin über dem Niveau vor der Corona-Pandemie. Gleichzeitig nahm auch die Zahl der geringfügig Beschäftigten zu. Im März 2026 lag sie um fast 76.000 Personen beziehungsweise 7,8 Prozent über dem Vergleichswert aus dem Jahr 2019.

Der DEHOGA verweist in diesem Zusammenhang auf den anhaltenden Fachkräftemangel, wirtschaftlichen Druck sowie den Bedarf vieler Betriebe nach flexiblen Beschäftigungsmodellen. Nach Angaben des Verbandes seien Unternehmen deshalb weiterhin in hohem Maße auf die Unterstützung durch Minijobber angewiesen.

Gemeldete offene Stellen gehen gegenüber Vormonat erneut zurück

Weniger dynamisch entwickelte sich zuletzt die Nachfrage nach Arbeitskräften. Im Mai 2026 waren bei der Bundesagentur für Arbeit 18.785 offene Stellen im Gastgewerbe gemeldet. Gegenüber dem Vormonat April ging die Zahl der offenen Stellen zurück. Im Vergleich zum Mai 2019 liegt sie um knapp 21.000 Stellen niedriger.

Auch die Entwicklung bei den Arbeitslosenzahlen fällt je nach Bereich unterschiedlich aus. In der Hotellerie stieg die Zahl der Arbeitslosen im Mai 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,8 Prozent. In der Gastronomie erhöhte sie sich um 0,3 Prozent. In der Speisenzubereitung wurde dagegen ein Rückgang um 1,3 Prozent verzeichnet.

Gesamtwirtschaft verzeichnet Rückgang der Arbeitslosigkeit im Mai

In der Gesamtwirtschaft sank die Zahl der Arbeitslosen im Mai 2026 gegenüber dem Vormonat um 57.705 Personen auf 2,95 Millionen. Damit lag die Zahl der Arbeitslosen erstmals seit Dezember wieder unter der Marke von drei Millionen. Die Arbeitslosenquote betrug im Mai 2026 6,3 Prozent und lag damit um 0,1 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahresmonats.

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit blieb die übliche Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt in diesem Jahr jedoch begrenzt. Als Ursache wird die weiterhin schwache konjunkturelle Entwicklung genannt, die bislang keine stärkeren Impulse für den Arbeitsmarkt setzt.

Dehoga fordert flexiblere Regelungen bei den Arbeitszeiten

Der DEHOGA bewertet die aktuellen Beschäftigungszahlen als Zeichen dafür, dass das Gastgewerbe weiterhin ein bedeutender Arbeitgeber ist. Gleichzeitig verweist der Verband auf die nachlassende Dynamik bei offenen Stellen und die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Nach Angaben des Verbandes setzt sich der DEHOGA gemeinsam mit weiteren Organisationen im Rahmen der Kampagne #wochenarbeitszeitjetzt für die Einführung einer wöchentlichen statt einer täglichen Höchstarbeitszeit im Einklang mit der europäischen Arbeitszeitrichtlinie ein. Ziel sei eine größere Flexibilität bei der Gestaltung von Arbeitszeiten in den Betrieben.

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