NGG und Dehoga vereinbaren höhere Entgelte im Brandenburger Gastgewerbe

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Die Gewerkschaft NGG und der Dehoga Brandenburg haben sich auf einen neuen Entgelttarifvertrag für das Hotel- und Gaststättengewerbe des Landes verständigt. Wie die NGG am 17. Oktober 2026 mitteilte, steigen die tariflichen Entgelte in drei Schritten. Für Fachkräfte in der Bewertungsgruppe fünf nennt die Gewerkschaft bis 2028 eine Erhöhung um insgesamt 295 Euro monatlich auf 3.007 Euro brutto.

Der erste Erhöhungsschritt um 3,5 Prozent gilt nach Angaben der NGG ab dem 1. Oktober 2026. Weitere Anhebungen um jeweils 3,5 Prozent seien zum 1. Juli 2027 und zum 1. Juli 2028 vereinbart. Die Gewerkschaft beziffert die tarifliche Gesamtsteigerung auf 10,5 Prozent.

Tarifentgelt der Bewertungsgruppe fünf steigt bis 2028 auf 3.007 Euro

Die Bewertungsgruppe fünf umfasst der Mitteilung zufolge Fachkräfte nach der Ausbildung. Deren monatliche Vergütung steige mit den vereinbarten Anpassungen bis 2028 auf 3.007 Euro brutto. Die NGG bezeichnet das Überschreiten der Marke von 3.000 Euro als eine ihrer zentralen Forderungen in den Verhandlungen.

Sebastian Riesner, Geschäftsführer der NGG Region Berlin-Brandenburg, erklärte: „Die Verhandlungen waren schwierig. Die Leistung unserer Brandenburger Kolleginnen und Kollegen in den Hotels und Gaststätten muss gut bezahlt werden. Mit dem heutigen Abschluss haben wir Schritte in die richtige Richtung gemacht“.

Tarifparteien erhöhen Ausbildungsvergütungen zu zwei Terminen um jeweils 50 Euro

Auch für Auszubildende sieht die Vereinbarung höhere monatliche Vergütungen vor. Diese würden zum 1. Juli 2027 und zum 1. Juli 2028 in jedem Ausbildungsjahr um jeweils 50 Euro angehoben, teilte die Gewerkschaft mit.

Der neue Entgelttarifvertrag gelte unmittelbar für tarifgebundene Betriebe im Brandenburger Hotel- und Gaststättengewerbe. Die NGG nennt in diesem Zusammenhang neben regionalen Restaurants auch Hotelbetriebe und touristische Einrichtungen wie Steigenberger, Dorint und Tropical Islands.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Angestellt im neuen Job, aber es gibt keinen schriftlichen Arbeitsvertrag oder er lässt auf sich warten? Muss ich trotzdem am vereinbarten ersten Arbeitstag erscheinen? Das gilt.

Alkohol gehört für viele zum Feiern dazu – zugleich haben zahlreiche Menschen schlechte Erfahrungen mit Betrunkenen gemacht. Was eine Umfrage über den Umgang mit Trinken und Verzicht zeigt.

Nach vielen Jahren im selben Beruf kennen Beschäftigte ihre Aufgaben und alles, was dazu gehört, ganz genau. Eine Weiterbildung kann in jedem Fall helfen. Wichtig ist aber immer, dass sie auch wirklich zu den bisherigen Erfahrungen und den eigenen beruflichen Zielen passt.

Im mittelständischen Gastgewerbe gingen die Umsätze im September nach Angaben von Datev um 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Zugleich stiegen die Löhne um 6,5 Prozent – stärker als in allen anderen betrachteten Branchen.

Ab dem 1. Januar 2027 dürfen Minijobber mehr verdienen, ohne die Verdienstgrenze für einen Minijob zu überschreiten. Statt bisher 603 Euro sind dann bis zu 633 Euro im Monat möglich. Was Beschäftigte jetzt wissen sollten.

Das Gastgewerbe hat im August 2026 real 4,2 Prozent weniger umgesetzt als ein Jahr zuvor. Während die Gastronomie auch gegenüber Juli Umsatzeinbußen verzeichnete, legten Hotels und sonstige Beherbergungsunternehmen beim Umsatz im Monatsvergleich zu.

Obwohl fast die Hälfte aller Erwerbstätigen in Deutschland Frauen sind, besetzen Frauen nur weniger als ein Drittel der Führungspositionen. Wie sieht es in anderen EU-Ländern aus?

Rheinland-Pfalz senkt das Mindestinvestitionsvolumen für die Tourismusförderung auf 50.000 Euro. Beherbergungs-, Camping- und Gastronomiebetriebe können unter den genannten Voraussetzungen Zuschüsse erhalten, die bei bestimmten Investitionen bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten betragen.

BWH-Geschäftsführerin Carmen Dücker spricht sich dafür aus, unterschiedliche Stärken und Arbeitsweisen der Generationen im Team zu berücksichtigen. Flexibilität und Austausch dürften dabei nicht nur von einer Seite erwartet werden.

Eine aktuelle DATEV-Analyse zeigt, dass vor allem langjährig Beschäftigte und qualifizierte Fachkräfte von der Inflationsausgleichsprämie profitierten. Zudem zahlten kleine und mittlere Unternehmen häufiger als Kleinstbetriebe.