Steigende Lebenshaltungskosten sind größte finanzielle Sorge

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Steigende Lebenshaltungskosten sind nach einer Umfrage der Allianz die größte finanzielle Sorge in der deutschen Bevölkerung. Das sagten 57 Prozent der 1.000 Befragten. Auffällig: Besorgter als Niedrigverdiener sind demnach diejenigen mit mittleren oder hohen Einkommen. In Auftrag gegeben wurde die Erhebung von der Allianz Lebensversicherung in Stuttgart, welche die Ergebnisse veröffentlichte. Umfrageinstitut war Ipsos, befragt wurden die Teilnehmerinnen im Februar und März.

Weniger Geld, weniger Sorgen?

Demnach sagten 52 Prozent der Niedrigverdiener, dass ihnen die steigenden Lebenshaltungskosten Sorgen machen. Bei den Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmer mit mittlerem Einkommen war dieser Anteil mit 58 Prozent deutlich höher, und auch bei den Gutverdienern waren es noch 56 Prozent.

Eine beträchtliche Minderheit kann nicht sparen

Grundsätzlich ist der Umfrage zufolge eine große Mehrheit (70 Prozent) von zumindest grundsätzlich bis äußerst zuversichtlich, die eigenen Wünsche eines Tages finanziell umsetzen zu können. Gleichzeitig wird deutlich, dass der finanzielle Spielraum einer gar nicht so kleinen Minderheit von beengt bis nicht vorhanden reicht: Ein Drittel sagte, dass sie derzeit gar nicht oder eher nicht sparen könnten, und immerhin ein Viertel gab an, eigentlich für den Ruhestand gedachte Rücklagen schon vorher angezapft zu haben. 

Steigende Preise und Gesundheitskosten finanzielle Risiken im Alter

Nur knapp jeder Fünfte (19 Prozent) glaubt, bereits genügend Geld für das Alter zurückgelegt zu haben. Ein Drittel räumte ein, keine Vorstellung zu haben, wie viel Geld sie für einen auskömmlichen Ruhestand eigentlich benötigen werden. Und in allen Alters- und Einkommensgruppen machen sich Frauen laut Umfrage größere Sorgen als Männer. 

Steigende Preise sieht eine Mehrheit von 60 Prozent auch als größtes Risiko für das Einkommen im Alter. Knapp dahinter folgen hohe Gesundheits- und Pflegekosten, die von 57 Prozent genannt wurden. Gänzlich unbesorgt in Sachen Rente, Pension oder sonstigen Alterseinkünften sind demnach nur fünf Prozent. (dpa)


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