Weniger Krankschreibungen wegen Erkältungen oder Grippe

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Krankschreibungen für den Job wegen Erkältungen oder Grippe sind nach einer Auswertung der Krankenkasse DAK-Gesundheit im zweiten Corona-Jahr 2021 stark zurückgegangen. Auf 100 Beschäftigte kamen noch 146 Fehltage wegen einer Erkrankung der Atemwege, wie eine Analyse der Kasse nach eigenen Versichertendaten ergab. Im ersten Corona-Jahr 2020 waren es demnach 212 Fehltage pro 100 Beschäftigte gewesen und vor der Pandemie 2019 rund 221 Fehltage.

Insgesamt ging der Krankenstand im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2020 von 4,1 auf 4,0 Prozent zurück - so viele bei der Kasse versicherte Arbeitnehmer waren durchschnittlich an jedem Tag des Jahres arbeitsunfähig geschrieben. Gar keine Krankschreibung hatten demnach 57,3 Prozent. Bestätigte Corona-Infektionen hätten mit rund 19 Fehltagen je 100 Versicherte nur eine geringe Rolle gespielt.

Kassenchef Andreas Storm sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Hygienemaßnahmen zum Eindämmen der Epidemie hätten gewirkt und auch Übertragungen anderer Krankheiten verhindert. Alarmierend seien aber weiter steigende Fehlzeiten wegen psychischer Erkrankungen. Laut der Auswertung gab es mit 276 Fehltagen je 100 Versicherte nun einen Höchststand. Auf Depressionen waren 108 Tage davon zurückzuführen.

Für die Analyse wertete das Berliner Iges Institut den Angaben zufolge Daten von rund 2,4 Millionen erwerbstätigen DAK-Versicherten aus. Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen müssen an die Krankenkasse geschickt werden, wenn Beschäftigte länger als drei Tage fehlen. (dpa)


 

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