35 Jahre Jeunes Restaurateurs Deutschland

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Die Vereinigung Jeunes Restaurateurs Deutschland blickt auf ein 35-jähriges Bestehen zurück. Seit der Gründung im Jahr 1991 hat sich der Zusammenschluss von Spitzenköchen kontinuierlich weiterentwickelt. Laut Mitteilung des Netzwerks steht seither der persönliche und fachliche Austausch im Vordergrund der Gemeinschaft.

„35 Jahre JRE-Deutschland zeigen, wie sich eine gemeinsame Idee über Jahrzehnte weiterentwickeln kann, wenn Menschen ihre Leidenschaft teilen und sich gegenseitig unterstützen. Genau dieser familiäre Austausch ist bis heute die Grundlage für alles, was wir tun – in unseren Küchen, innerhalb des Netzwerks und weit darüber hinaus“, sagt Oliver Röder, Präsident der Jeunes Restaurateurs Deutschland.

Gründungsmitglieder legten 1991 das Fundament

Den Grundstein für die Vereinigung legten im Jahr 1991 mehrere junge Köche, als sich die deutsche Sektion der Jeunes Restaurateurs d’Europe formierte. Nach Angaben der Organisation geschah dies unter dem damaligen Gründungspräsidenten Rainer Wolter. Zu den damaligen Mitgliedern gehörten unter anderem Otto Fehrenbacher, Hans-Stefan Steinheuer, Harald Rüssel, Michael Fell, Karl-Josef Fuchs, Wolfgang Grobauer, Hartmut Leimeister und Roy Petermann.

Die Struktur der Vereinigung entwickelte sich in den folgenden Jahren unter der Leitung von Präsidenten wie Otto Fehrenbacher, Hans-Stefan Steinheuer, Alexander Herrmann oder Harald Rüssel weiter. Durch den Einsatz von Regionalsprechern und regelmäßige Treffen wurde der Austausch innerhalb Deutschlands ausgebaut.

Genusslabor und Genuss-Akademie 

Ab den 2010er Jahren fokussierte sich die Vereinigung verstärkt auf den Wissenstransfer und die Nachwuchsförderung. Im Jahr 2014 wurde das sogenannte Genusslabor ins Leben gerufen. Bei diesem Format kamen mehrere Köche der Vereinigung zusammen, um neue Gerichte aus einem vorgegebenen Warenkorb zu entwickeln, die zuvor noch auf keiner Speisekarte gestanden hatten. Mit dem späteren Genusslabor 2.0 wurde das Konzept zu einem experimentellen Ansatz weiterentwickelt, bei dem unter veränderten Bedingungen, wie dem Kochen über offenem Feuer, gearbeitet wird.

Im Bereich der Nachwuchsförderung etablierte die Organisation zunächst die Eliteklasse im gastronomischen Bildungszentrum Koblenz. Im Jahr 2016 folgte die Gründung der JRE Genuss-Akademie beim DEHOGA in Bad Überkingen. Hierbei ergänzen die Köche die reguläre Ausbildung durch eigene Unterrichtseinheiten und praxisnahe Module.

Gründung einer eigenen Stiftung für Bildungsprojekte

Mitte der 2010er Jahre gründete die deutsche Sektion das JRE-Genussnetz, um Mitglieder mit nachhaltig wirtschaftenden Produzenten zu verbinden. Dieses Netzwerk wurde später unter dem Namen JRE Origins international ausgeweitet. Im Jahr 2024 folgte die Fusion von JRE Origins mit dem freakstotablee. V., einer Initiative zur Vermittlung von Wissen über Lebensmittel und nachhaltige Wertschöpfung.

Während der Jahre 2020 bis 2022 unterstützten sich die Mitglieder gegenseitig durch den Austausch von Restaurantkonzepten sowie die Entwicklung von Abholangeboten und digitalen Formaten. Zudem engagierte sich die Vereinigung in politischen Debatten, insbesondere bezüglich der Mehrwertsteuer auf Speisen. Zusammen mit der Denkfabrik Zukunft der Gastwelt wurde 2024 der Kulinarik-Salon ins Leben gerufen, um einen regelmäßigen Austausch mit Abgeordneten und Ministerien im Deutschen Bundestag zu ermöglichen.

Im selben Jahr wurde die JRE-Deutschland Foundation gegründet. Diese Stiftung unterstützt Bildungs- und Ernährungsprojekte für Kinder und Jugendliche. Durch Veranstaltungen in Bonn, Stuttgart und Baden-Baden konnten seit der Gründung der Stiftung rund 85.000 Euro gesammelt werden. Diese Mittel fließen unter anderem in die GemüseAckerdemie des Acker e. V. und das Projekt „HandWerk & HochGenuss“ an der Realschule Calvarienberg.


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