Alexander Herrmann in der Krise: Angebote optimieren, Konzepte neu definieren, Mitarbeiter im Fokus

| Gastronomie Gastronomie

Sternekoch Alexander Herrmann kämpft um die Zukunft seiner Restaurants in Nürnberg und Wirsberg. Die versprochenen Finanzhilfen der Bundesregierung seien immer noch nicht vollständig angekommen und die Mitarbeiter seien psychisch am Ende, verriet der Starkoch dem Magazin Stern.

Er spricht von einem „wahnsinnigen Vertrauensbruch in die Struktur der Regierung“, doch aufgeben kommt für ihn nicht in Frage. Stattdessen müsse er die Strukturen in seinen Restaurants noch spitzer machen und das Konzept neu definieren.

Schon der erste Lockdown im vergangenen Jahr, hat Herrmann hart getroffen. Er sei in einer Schockstarre gewesen und habe erst später die finanziellen Auswirkungen verstanden, erzählte er dem Magazin. Die Ängste seien gewaltig gewesen. Mittlerweile hat der Starkoch einen Kredit in Höhe von 870.000 Euro aufgenommen, den er innerhalb der nächsten vier Jahre tilgen muss. „Das ist der Horror, wenn ich daran denke“, erklärt Herrmann und rechnet vor, dass er um die 2.300 Euro Umsatz täglich machen müsse, um den Kredit zu bezahlen.

Auch der Umsatz aus den Starchef-Boxen, die Alexander Herrmann schon im ersten Lockdown ins Leben gerufen hatte (Tageskarte berichtete) sowie aus dem Take-Away-Angebot sei nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Trotzdem hält der Koch weiterhin an seinen Angeboten fest: „Einmal um die Mitarbeiter psychisch oben zu halten und, weil ein Hotel, wenn es mal drei Monate zu ist, auskühlt.“ Seine Hauptaufgabe sei derzeit allerdings die Betreuung der Mitarbeiter. „Mein Team ist völlig im Eimer, die sind psychisch am Ende. Das Wichtigste für uns bleibt daher, dass die Versprechen gehalten und die Hilfen ausgezahlt werden“, so Herrmann.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Starbucks hat laut Financial Times mit Beratern an einer möglichen Übernahme von Chipotle gearbeitet. Ob bereits ein formelles Angebot vorliegt, ist nicht bekannt; Starbucks verweist auf seinen laufenden Konzernumbau.

Burger King heißt in Australien Hungry Jack’s. Der ungewöhnliche Name geht auf ein Markenproblem aus dem Jahr 1971 zurück. Später eskalierte der Streit zwischen Burger King und seinem australischen Franchisenehmer sogar vor Gericht.

Die Stadt Mainz bleibt bei ihrem Verbot für das Oktoberfest. Daran änderte auch die Vorlage neuer Unterlagen nichts, die der Veranstalter gemeinsam mit dem Gaststättenverband Dehoga am Mittwoch eingereicht hatte.

Tim Raue und der Berliner Unternehmer Nils Hölterhoff starten das Pizza-Konzept "Spizza Pizza" für Flughäfen und Bahnhöfe. Die erste Filiale soll im Dezember am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) eröffnen.

Subway führt ab 2027 ein neues Restaurant- und Markenkonzept in der EMEA-Region ein. „Blueprint“ umfasst neue Restaurantgestaltungen, Bestellwege sowie zusätzliche Angebote für Morgen, Tag und Abend.

Frédéric Prinz von Anhalt blieb mit einer Rechnung von 38.000 Euro allein am Tisch zurück. Was die Frage aufwirft: Muss man wirklich alles zahlen, wenn andere die Zeche prellen? Ein Anwalt klärt auf.

Die Nutzung des Festzeltes ist von der Stadt untersagt worden wegen fehlender Unterlagen. Nun präsentierten Veranstalter und Dehoga Papiere zu Standsicherheit und Brandschutz.

Das Landesumweltamt NRW hat Geruchsmessungen an Holzkohlegrillanlagen in der Gastronomie beauftragt. Ein Forschungsbericht im Auftrag des Umweltbundesamtes untersucht die Emissionen gewerblicher Grills und die Wirksamkeit von Abgasreinigungssystemen.

 

Sechs Köche treten am 16. November in München im Finale von „Koch des Jahres“ an. In fünf Stunden müssen sie ein Drei-Gänge-Menü zubereiten, das anschließend von einer zwölfköpfigen Jury bewertet wird.

Das Posthotel Alexander Herrmann in Wirsberg verändert seine Gastronomie. Im Mittelpunkt stehen das auf 172 Abende begrenzte AURA unchained 172 und die Umwandlung des Bistros „oma & enkel“ in ein fränkisches Wirtshaus.