Alkoholverbot an Bahnhöfen gilt nicht für Gastronomie und Bordbistros

| Gastronomie Gastronomie

Die Deutsche Bahn will den Konsum alkoholischer Getränke bis zum 15. Oktober 2026 an allen rund 5.400 Bahnhöfen in Deutschland untersagen. Für die Gastronomie an den Bahnhöfen soll das Verbot jedoch ausdrücklich nicht gelten. Nach Angaben des Unternehmens dürfen Gäste in den lizenzierten Restaurants, Bars und Cafés weiterhin Bier, Wein oder Spirituosen konsumieren. Auch die Bordgastronomie in den Fernzügen bleibt vorerst von den Plänen unberührt.

Bahnhofsgastronomie bleibt von neuer Regelung ausgenommen

Wie die Deutsche Bahn mitteilt, soll das Alkoholkonsumverbot auf Bahnhofshallen, Bahnsteige und weitere öffentlich zugängliche Bereiche ausgeweitet werden. Ausgenommen seien jedoch die gastronomischen Betriebe innerhalb der Bahnhöfe. Dort könne Alkohol weiterhin ausgeschenkt und konsumiert werden. Ebenso bleibe das Mitführen alkoholischer Getränke in verschlossenen Taschen oder aus Einkäufen erlaubt.

Die Umsetzung erfolgt über das Hausrecht der Bahn. Dafür sollen die Hausordnungen an den Stationen in den kommenden Wochen gemeinsam mit Kommunen und Behörden angepasst werden. Bereits heute gelten entsprechende Alkoholkonsumverbote an mehr als 30 Bahnhöfen.

Auch Bordbistros und Restaurants in Fernzügen bleiben unverändert

Für Reisende in den Fernverkehrszügen ändert sich nach derzeitigem Stand ebenfalls nichts. Die Deutsche Bahn plant nach eigenen Angaben kein generelles Alkoholverbot in ihren Zügen. In den Bordbistros und Restaurants werden alkoholische Getränke weiterhin angeboten. Auch mitgebrachter Alkohol darf an Bord konsumiert werden, sofern andere Fahrgäste dadurch nicht beeinträchtigt werden.

Anders sieht es in Teilen des Regionalverkehrs aus. Dort bestehen bereits in einzelnen Verkehrsverbünden Alkoholverbote in den Zügen, eine bundesweit einheitliche Regelung gibt es jedoch nicht.

Bahn begründet Schritt mit mehr Sicherheit an den Stationen

Nach Angaben der Deutschen Bahn soll das Alkoholkonsumverbot vor allem die Sicherheit von Reisenden und Mitarbeitern erhöhen. Das Unternehmen verweist auf Erfahrungen an Bahnhöfen, an denen entsprechende Regelungen bereits gelten. Dort seien Konflikte und Auseinandersetzungen unter Alkoholeinfluss zurückgegangen. Als weiterer Auslöser wird ein gewalttätiger Vorfall in Baden-Württemberg genannt, bei dem ein Sicherheitsmitarbeiter bei einer Ticketkontrolle verletzt wurde.

Bei Verstößen gegen das künftige Alkoholkonsumverbot sollen DB-Sicherheitskräfte und Bundespolizei zunächst Platzverweise aussprechen. Im Wiederholungsfall seien Hausverbote vorgesehen. Für gastronomische Betriebe in den Bahnhöfen und für die Bordgastronomie ergeben sich aus den angekündigten Maßnahmen nach jetzigem Stand keine Einschränkungen.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Vor mehr als 200 Jahren rief König Wilhelm I. von Württemberg nach Missernten und Hunger das Cannstatter Volksfest ins Leben. Schon damals strömten die Menschen zum Wasen - und das wird sich auch in diesem Jahr nicht ändern.

Sechs Münchner Brauereien bieten auf dem Oktoberfest ihr eigenes Festbier an – jedes nach geheimem Spezialrezept gebraut und mit individuellem Geschmack. Und: Das Wiesnbier hat es in sich.

Wolt startet in Berlin ein eigenes Catering-Angebot für Firmenkunden und geplante Veranstaltungen. Im Laufe des Jahres 2027 soll Wolt Catering schrittweise auf weitere deutsche Städte ausgeweitet werden.

Die US-amerikanische Bäckereimarke Cinnabon baut ein Franchisesystem in Deutschland auf. Der erste Standort der CB Germany GmbH soll im Oktober 2026 im Limbecker Platz in Essen eröffnen. Weitere Standorte sind bereits vorgesehen.

Die Wiesn naht - und auch die Rettungskräfte sind vorbereitet. Die Sanitätsstation auf dem Festgelände wappnet sich für den Rund-um-die-Uhr-Betrieb. Dabei gibt es in diesem Jahr einige Neuerungen.

Tim Striegel ist der "Aufsteiger des Jahres 2026" von Der Feinschmecker. Der 25-jährige Koch aus dem Restaurant "Das Philippin" in Rutesheim bei Stuttgart setzte sich bei der Leserwahl gegen sechs weitere junge Talente durch.

Deutschland belegt bei den Rahmenbedingungen für Restaurantgründungen im Vergleich von 20 EU-Märkten Rang sieben. Der Restaurant Launch Report des Metro Marktplatzes weist für Deutschland 99,9 Punkte bei Wettbewerb und Immobilien und 36,9 Punkte bei Gründung und Personal aus.

Im Leipziger Hauptbahnhof eröffnet am 16. September Robyn’s mit einer automatisierten Küche. Nach der Bestellung am Terminal übernimmt ein Robotiksystem zentrale Schritte der Zubereitung und kocht die Gerichte vor Ort.

Big Squadra eröffnet ihren dritten Standort in Berlin im historischen Kranzler Eck am Kurfürstendamm. Im November startet das neue Lokal unter dem Namen Circolo Popolare in der bekannten Rotunde des Gebäudes aus den 1950er-Jahren.

Vom 19. September bis 4. Oktober 2026 findet in München das Oktoberfest statt. Auswertungen von Amadeus Travel Intelligence dokumentieren dabei signifikante Verschiebungen bei den internationalen Herkunftsmärkten und dem Buchungsverhalten der Flugreisenden.