Ausfälle wegen Corona: Sternekoch Nelson Müller kämpft gegen Versicherung

| Gastronomie Gastronomie

Auch Starkoch Nelson Müller ist im Streit mit seiner Versicherung „Helvetia“ jetzt vor Gericht gezogen. Der Sternekoch will, dass die Versicherungsgesellschaft für die wirtschaftlichen Ausfälle durch den Corona-Lockdown aufkommt. Insgesamt soll es um eine Summe von 360.000 Euro gehen, doch „Helvetica“ lehnt die Zahlungen ab. Jetzt entschied das Gericht.

Wie alle Gastronomen musste auch Nelson Müller seine Rüttenscheider Restaurants „Müllers“ und „Schote“ coronabedingt im März und April vorübergehend schließen. Laut WAZ wollte der Koch offenbar von seiner Betriebsausfallversicherung Gebrauch machen, die im Falle einer Krankheit 6.000 Euro pro Tag zahlen sollte. Maximal 60 Tage im Jahr. Doch die „Helvetica“ lehnte die Zahlungen ab. Der Grund: In der ursprünglichen Police ist Corona nicht aufgelistet. Das Virus war damals noch nicht bekannt. Richter Christian Becker gab der Versicherung nun weitgehend Recht.  Gerold Stoll, der Anwalt des Starkochs, wolle laut WAZ nun die schriftliche Ablehnung der Klage abwarten und sich weitere Rechtsmittel vorbehalten. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Gastronomische Akademie Deutschlands hat Drei-Sterne-Koch Christian Bau auf der 78. Frankfurter Buchmesse mit der Goldenen Feder für sein Buch „Paris–Tokio“ ausgezeichnet. Im Rahmen des Wettbewerbs vergab die Jury insgesamt 61 Preise an Verlage und Autoren.

Daniel Craig hat sich einem Bericht der „Times“ zufolge am Londoner Pub „Horseshoe“ beteiligt. Mit zwei Geschäftspartnern wolle der frühere James-Bond-Darsteller das Lokal in Clerkenwell zunächst renovieren lassen.

Klaus Rader, Co-Gründer von L'Osteria, kommt auf Mallorca bei einem Autorennen ums Leben. Die Unfallursache ist unklar. Die Veranstalter sagen nach dem Unfall das Ereignis ab.

Starbucks hat laut Financial Times mit Beratern an einer möglichen Übernahme von Chipotle gearbeitet. Ob bereits ein formelles Angebot vorliegt, ist nicht bekannt; Starbucks verweist auf seinen laufenden Konzernumbau.

Burger King heißt in Australien Hungry Jack’s. Der ungewöhnliche Name geht auf ein Markenproblem aus dem Jahr 1971 zurück. Später eskalierte der Streit zwischen Burger King und seinem australischen Franchisenehmer sogar vor Gericht.

Die Stadt Mainz bleibt bei ihrem Verbot für das Oktoberfest. Daran änderte auch die Vorlage neuer Unterlagen nichts, die der Veranstalter gemeinsam mit dem Gaststättenverband Dehoga am Mittwoch eingereicht hatte.

Tim Raue und der Berliner Unternehmer Nils Hölterhoff starten das Pizza-Konzept "Spizza Pizza" für Flughäfen und Bahnhöfe. Die erste Filiale soll im Dezember am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) eröffnen.

Subway führt ab 2027 ein neues Restaurant- und Markenkonzept in der EMEA-Region ein. „Blueprint“ umfasst neue Restaurantgestaltungen, Bestellwege sowie zusätzliche Angebote für Morgen, Tag und Abend.

Frédéric Prinz von Anhalt blieb mit einer Rechnung von 38.000 Euro allein am Tisch zurück. Was die Frage aufwirft: Muss man wirklich alles zahlen, wenn andere die Zeche prellen? Ein Anwalt klärt auf.

Die Nutzung des Festzeltes ist von der Stadt untersagt worden wegen fehlender Unterlagen. Nun präsentierten Veranstalter und Dehoga Papiere zu Standsicherheit und Brandschutz.