Ein Team der FHWien der WKW hat beim 18. European Mise en Place Cup (EMCup) in Amsterdam den Gesamtsieg erzielt. Die vier Studierenden des Bachelor-Studiengangs Tourismus-Management setzten sich am 15. und 16. Februar 2026 gegen Teams von 28 europäischen Hochschulen durch. Im Zentrum des Erfolgs stand das Food-&-Beverage-Konzept „OMA – Opportunity for More Authenticity“, das auf die Einbindung lokaler Seniorinnen in den Hotelbetrieb setzt.
Kulinarische Brücke zwischen den Generationen
Das Gewinnerteam, bestehend aus Laura Viscuso, Anahita Shirbaz, Marlon Geserick und Veronika Sophia Ober, entwickelte eine Strategie, um die Hotelküche für die lokale Gemeinschaft zu öffnen. Kern der Idee ist es, dass Großmütter aus der jeweiligen Region kulinarische Workshops und Food-Erlebnisse für Hotelgäste gestalten. Dabei geben sie ihr Wissen über traditionelle Familienrezepte und regionale Bräuche direkt an die Reisenden weiter.
Dieses Modell zielt darauf ab, älteren Menschen eine Bühne für ihre Geschichten zu bieten und gleichzeitig dem Gast ein authentisches Erlebnis abseits der standardisierten Gastronomie zu ermöglichen. Damit verbindet das Konzept klassische Gastfreundschaft mit sozialer Verantwortung und schafft einen Mehrwert für beide Seiten.
Fachjury bewertet Innovationskraft im F&B-Sektor
Der diesjährige Wettbewerb stand unter dem Motto „Changing Course – Cranking up the heat in F&B“. Die Konzepte mussten vor einer internationalen Fachjury präsentiert werden, die sowohl die wirtschaftliche Umsetzbarkeit als auch den Innovationsgrad bewertete. Der EMCup gilt als einer der bedeutendsten Wettbewerbe für den akademischen Nachwuchs im Bereich Hospitality-Management.
Stephan Gasser, Geschäftsführer der FHWien der WKW, wertet den Erfolg als Beleg für die Praxisnähe der Ausbildung. Er betonte, dass die Studierenden eindrucksvoll gezeigt hätten, wie sich soziale Verantwortung und Innovationskraft in der Hotellerie vereinbaren lassen. Maßgeblich unterstützt wurde das Team bei der Vorbereitung durch die Lektoren Peter Klinger und Andrew Pullen.
Der Sieg unterstreicht die wachsende Bedeutung von authentischen, lokal verwurzelten Angeboten in der internationalen Hotellerie. Der Austausch mit Branchenvertretern und die Vernetzung innerhalb Europas standen während der zwei Tage in Amsterdam im Fokus des Wettbewerbs.













